Montag, 31. Januar 2011

Wochenrückblick 4. Januarwoche 2011

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wunderschön - der Drebacher Winterschreck in lila.

Unsere "Nackten Jungfern"

Die Krokusse tragen diesen liebevollen Namen, weil sie als eine der ersten Pflanzen nach dem Winter, manchmal sogar wieder vom Schnee bedeckt, jungfräulich zart und unberührt aus dem noch kahlen Boden sprießen.

Stülpner!! Schöne Aufnahme, mein Kompliment. :-)

Anonym hat gesagt…

Die ersten Krokusse

Sonnenstrahlen
kitzeln Nasen,
künden,
spüren,
ahnen
kommende
Frühlingsdüfte.

Freudige Gefühle
durchströmen
geöffnete
Herzensflügel.

Mutig
sprießen
bunte Kelche
verachten
Schnee
und Frost.

Krokusse
heben
zögernd
ihre Köpfchen,
erstrahlen
im Sonnenlicht.

Glückseliges
Atmen
der langsam
erwachenden
Frühlingszeit.

Herta Nettke

Anonym hat gesagt…

Schmunzel :lol:

Der Krokus - Sprachbetrachtung beim Frühlingsspaziergang von Michael Hüttenberger.

Es blühte ein Krokus auf sonniger Wiese.
Ich fragte mich, wie es im Plural wohl hieße, und schaute erwartungsfroh kurz in die Runde.
Ich hoffte auf Auskunft, korrekt und profunde.

"Der Plural von Krokus heißt ganz bestimmt Kroki," sprach einer, gebildet, von Locus und Loci.
Vielleicht wird aus 'us' auch am Ende ein 'us'?
Die U-Deklinierung, dann heißt es 'Kroku:s'!

Ein andrer bestand permanent auf: "Krokunten. Wie Atlas, Atlanten, nur u, deshalb-unten!"
Doch, Widerspruch. Jemand erklärte: "Krokeen.
Das ist wie beim Kaktus, die Mehrzahl Kakteen."

Wenn sie, so als Frau, etwas beitragen müsse, dann wär ihr am liebsten: "Wie Kuss - die Kroküsse."
Der Nächste, genervt, meinte praktisch: "Krokusse".
Er fahre als Busfahrer ausnahmslos Busse.

Dann ging es um Kroken, wie Venus und Venen.
"Wir sind pluralistisch!", vernahm ich von jenen vergeblich Befragten. Umsonst mein Bemühen.
Nun muss wohl der Krokus im Singular blühen.

Michael Hüttenberger

Anonym hat gesagt…

März

Es ist ein Schnee gefallen,
denn es ist noch nicht Zeit,
dass von den Blümlein allen,
wir werden hocherfreut.

Der Sonnenblick betrüget
mit mildem, falschem Schein,
die Schwalbe selber lüget,
warum? Sie kommt allein.

Sollt ich mich einzeln freuen,
wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
gleich ist der Sommer da.

Johann Wolfgang von Goethe
(1817)

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