Mittwoch, 29. September 2010

Shopping-Tipp: Brillen günstig online kaufen

[Trigami-Review]

Wer nicht von klein auf Brillenträger ist, den trifft es irgend wann um so überraschender – plötzlich kann man die Zutatenliste bei Lebensmitteln oder das (wörtlich zu nehmen) Kleingedruckte bei irgend welchen AGB zu wichtigen Verträgen nicht mehr ohne Brille lesen. Die Nahsicht- bzw. "Lesebrille" ist hier gefragt...

Gut – man kann sich im Nonfood-Bereich seines Discounters oftmals für drei bis vier Euro mit einer "Lesehilfe" eindecken. Aber: Mehr, als es der Name sagt, verbirgt sich nicht dahinter. Es sind 0815-Gläser, die nicht auf die spezifischen Besonderheiten des Brillenträgers angepasst sind. Für gelegentliche Hilfen beim Lesen (insofern ist der Name richtig) mag dies ausreichen. Wer jedoch regelmäßig auf eine Lesebrille oder eine Brille für die Arbeit am Computer angewiesen ist, der tut sich mit diesen Billigangeboten keinen Gefallen.

Doch es gibt Alternativen: Günstige Online-Optiker, die preiswerte, aber gute Brillen führen. Dazu gehören auf jeden Fall die My-Spexx-Brillen. Neben den erwähnten Lesebrillen finden sich hier Sonnen-, Sport- und Gleitsichtbrillen zu einem besonders günstigem Preis. Ab 19,90 EUR sind die Brillen erhältlich – abgestimmt auf die individuellen Parameter, die man bei jedem Optiker oder Augenarzt erhält. Die Herstellung und der Versand erfolgen aus China, so dass mit den Portokosten in der Summe ein Preis ab 32,90 EUR zustande kommt.

Wie bereits erwähnt, erhält man für dafür eine individuell angefertigte Brille und keine Massenware, die immer nur ein Kompromis sein kann. Der Onlineshop von My-spexx überrascht zunächst durch ein vermeintlich unüberschaubares Angebot.



Kleiner Tipp: Nutzen Sie die Option, Filter zu setzen. Zum Beispiel nach Gesichtsform (dies definiert die Breite der Brille), Style (z.B. Business, Freizeit etc.), Farbe oder Material. Damit grenzen Sie das Angebot schon einmal ein.

Wer sich über das passende Modell immer noch unsicher ist, kann eine Online-Anprobe vornehmen. Entweder mit Gesichtsprofilen, die bereits im Shop ausgewählt werden können oder durch das Hochladen eines eigenen Fotos. Dabei kann man zwischen der "Spiegelansicht" oder dem Blick von der Seite wählen.


Sollte man sich wider Erwarten total vertun und die Brille, die (soviel Geduld muss ein) nach gut 14 Tagen bis drei Wochen per Post zugestellt wird, wirklich nicht passen, so kann man auf das 30tägige Rückgaberecht des Anbieters zurück greifen.

My-Spexx betont ausdrücklich, dass die Brillen durch Fachpersonal individuell angefertigt werden. Außerdem gibt es einen in Deutschland ansässigen Kundensupport, der im Fall der Fälle den notwendigen Support leistet.

Die eigene Testbestellung funktionierte reibungslos: Die gewählte Brille kam gut verpackt, mit Etui und Brillenputztuch sowie einem Kleinteilesortiment (Schraubendreher, Schräubchen, Nasenaufsätze) , bei mir an und gab keinerlei Grund zur Beanstandung.

Jetzt zum Angebot

Freitag, 24. September 2010

Die Gegner der Gegner von Stuttgart 21 - real und im Internet

Jeder hat es inzwischen zur Kenntnis genommen – egal, ob in der Tageszeitung, den TV-Nachrichten oder im Internet: In Stuttgart verschafft sich Volkes Wille zunehmend Aufmerksamkeit.

Stuttgart 21 – das ist ein Verkehrs- und Städtebauprojekt zur Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart, wie man bei Wikipedia nachlesen kann. Interessant ist auch die zeitliche Abfolge. So wurde da Projekt nach dem Raumordnungsverfahren ab Oktober 2001 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Der Planfeststellungsabschnitt 1.1, der sich mit dem Umbau des Hauptbahnhofes befasst, wurde im Juni 2006 rechtskräftig. Begonnen allerdings hat das Ganze 1988: Der renommierte Stuttgarter Verkehrswissenschaftler Gerhard Heimerl präsentierte erstmals die Idee eines Durchgangsbahnhofes in Stuttgart. Der Schienenfernverkehr soll unter der Stadt hindurch via Tunnel auf die Filderebene geführt und auf einer kompletten Neubautrasse Richtung Südosten geführt werden.

Zu weit weg vom Ort des Geschehens mag und will ich mich mangels Detailkenntnis nicht positionieren. Ich gestehe aber ein, dass ich den subjektiven Eindruck habe, dass ein Großteil der Demonstranten gegen das Projekt Stuttgart 21 dieses nur als Motiv nehmen, um gegen – was auch immer – zu sein. Das "was auch immer" kann dabei eine ziemliche Bandbreite haben – von Hartz IV bis Atompolitik, von der Missbilligung der politischen Kaste im Allgemeinen bis hin zu individuellen, lokalen Turbulenzen.

Einmal davon abgesehen, dass sich die Gegner von Stuttgart 21 der Wendesymbole von 1989 in der DDR bedienen ("Montagsdemo", "wir sind das Volk"), worauf die Plauener und Leipziger damals kein Copyright beantragt haben, stellte sich für Außenstehende wie mich die Frage, weshalb es nach 2001, spätestens nach 2006 keine lautstarken Signale aus Stuttgart gegen das Projekt gab.

Inzwischen wird an zwei Fronten gekämpft – vor Ort am Bahnhofsgelände und im Internet. Vor Ort, so mein Eindruck aus der Berichterstattung der Medien, finden sich überwiegend ältere Bürger, die sich positionieren. Im Internet die Jüngeren, die ihre Meinung in die Tastatur klickern. Allein bei Facebook bekommt man zu "Stuttgart 21" mehr als 30 Seiten angezeigt. Und: Man findet – wie real vor Ort Gegner und Befürworter.

Unter den Kritikern der Gegner zeichnet sich ein Hauptargument ab, das durchaus nachvollziehbar ist: Die Grundkritik besteht in der Annahme, dass Stuttgart 21 wesentlich teurer wird, als zunächst veranschlagt. Die Gegner der Gegner meinen nun: Stuttgart 21 wird noch wesentlich teurer, wenn die Blockaden und andere baueinschränkende Aktivitäten nicht aufgegeben werden. Ein Argument, welches ich durchaus nachvollziehen kann.

Dumm nur, dass bald wieder Wahlen anstehen. Das hat auch die Volkspartei SPD zur Kenntnis genommen. Plötzlich – ihre eigene mitwirkende Vergangenheit vergessend, ist die SPD für eine Volksabstimmung, während die Grünen einen Baustopp fordern. Kurzum: Der Streit von Gegnern und Befürwortern ist inzwischen zum Politikum geworden und die SPD riskiert ihre Glaubwürdigkeit, wie u.a. die Badische Zeitung feststellt.

Da ich als Sachse nicht wirklich einen konkreten Bezug zum Streitobjekt habe, fällt es mir schwer, mich zu positionieren. Sicher haben sich die meisten, die diesen Blogeintrag lesen, inzwischen selbst eine Meinung gebildet, so dass dies auch nicht zwingend notwendig ist. Eine gewisse Tendenz ist ja aus meinen vorherigen Äußerungen abzulesen...

Mein Fokus liegt viel mehr auf dem Medium Internet und wie dort agiert wird. Das sind Blogs, das ist Twitter und das sind u.a. Facebook & Co. Während ich bei Twitter überwiegend kritische Tweets zu Stuttgart 21 lese (also die Gegner), finde ich in den Portalen und auch in Blogbeiträgen vermehrt Befürworter. Also die Gegner der Gegner. Allein diese Möglichkeit, Meinungen zu artikulieren und auf andere meinungsbildend zu wirken, halte ich – auch über das Thema "Stuttgart 21" hinaus – für sehr interessant und zukunftsweisend.

Ob stuttgart-blog.net,  bei-abriss-aufstand.de oder prosit21.de  (um nur exemparische Beispiele zu nennen) - die Meinungen sind vielfältig.

Der Vorteil im Internet: Es gibt keine Polizei, die knüppelt. Es entstehen keine realen Schäden, auch keine Kollateralschäden – sofern man vernünftig miteinander kommuniziert. Der Nachteil im Internet: Jeder kann schreiben, was er mag. Ungeprüft. Von daher ist eine Recherche, inwieweit die Bestandteile einer Argumentation tatsächlich belastbar sind, angeraten. Das ist genau das, was eigentlich die Aufgabe der "Qualitätsjournalisten" ist bzw. wäre. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es manche noch verantwortungsvoll tun, andere jedoch entweder parteinah reflektieren oder sich im Internet bedienen und der Stimmungslage anpassen.

Von daher gefällt es mir ganz gut, dass wir das Medium Internet zur Verfügung haben, um zu recherchieren, Meinungen auszutauschen und uns eben letztlich eine eigene Meinung zu bilden. Stuttgart 21 mit seinen Gegnern und Befürwortern ist ein gutes Beispiel dafür.




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Donnerstag, 23. September 2010

Mehrere Accounts bei Google gleichzeitig nutzen

Für viele User war es schon immer ein Graus, sich bei mehreren Google-Accounts stetig Ab- und wieder anmelden zu müssen. Besonders, wenn man noch Kunden bei Google aktiv betreut und deren Accounts mit verwaltet, kommt man schnell in einen Bereich, wo die Übersicht verloren geht.

Mit dem neuen Feature „Multiple Sign-In“ können die Accounts nun gleichzeitig im gleichen Browser genutzt werden, wobei das Feature seit August schrittweise eingeführt wird und gegenwärtig auch noch nicht alle Komponenten integriert sind.

Wichtig zu wissen: Multiple Sign-In ist auf drei gleichzeitig verwendete Logins beschränkt und muss zunächst in der Kontoverwaltung aktiviert werden.

Bei Google selbst findet sich eine detaillierte Anleitung  , die allerdings nur in englisch verfügbar ist.



Was mir persönlich noch fehlt ist die Möglichkeit, mehrere Accounts generell zusammen fassen zu können. Letztlich hat man vor fünf oder zehn Jahren noch nicht gewusst, wie sich manches so entwickelt. Ich selbst zumindest habe eine handvoll Accounts, die ich inzwischen gern als ein Benutzer verwalten würde. Da ist das Multiple Sign-In zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht wirklich eine finale Lösung.




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Dienstag, 21. September 2010

E-Books und andere PDFs auf der Festplatte verwalten

Ich bin mir sicher, nicht der Einzige zu sein, dem es so geht: Hier ein E-Book gratis, da ein interessantes PDF – es wird zunächst erst einmal gespeichert, was man so avisiert bekommt. Irgend wann kann man es vielleicht ja einmal gebrauchen bzw. in Ruhe nachlesen.

Das Problem: Wenn man dann konkret etwas sucht, erinnert man sich vielleicht, dass man zum Thema etwas gespeichert hat. Wenn es dumm kommt, noch im Ordner „eigene Dokumente“ und wenn es noch dümmer kommt mit dem "aussagekräftigen" Dateinamen "news_030410.pdf". Kurzum: Man findet das Gesuchte auf seinen Speichermedien nicht wieder.

Die geschilderte Situation ist bekannt? Dann schildere ich einmal, wie ich es inzwischen selbst handhabe. Vielleicht lesen aber auch Interessenten mit, die eine bessere Lösung bei der Hand haben. Dann freue ich mich über anregende Kommentare...

Zunächst: Wer nur sporadisch ein paar solcher Dateien lokal speichert, der kann bereits durch eine sinnvolle Vergabe/Änderung der Dateinamen für ein gewisses Maß an Ordnung sorgen. Beispielsweise:

Recht_Fotografie_xyz.pdf
Recht_eCommerce_xyz.pdf
Handbuch_Canon_EOS_xyz.pdf
Handbuch_Microwelle_xyz.pdf
Workshop_Lightroom_schärfen.pdf
Workshop_Photoshop:freistellen.pdf

u.s.w.. Damit findet man die Dateien schon relativ schnell wieder. Vor allem dann, wenn man diese in einem extra Verzeichnis ablegt.



Wer öfters E-Books und ähnliche Dokumente aus dem Web herunter lädt, wird jedoch recht bald an die Grenzen dieses Systems stoßen. Also sind alternative Lösungen notwendig, um die Übersicht zu behalten. Nun führen viele Wege nach Rom und es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich sein persönliches Archiv zu gestalten. Einige Optionen seien beispielgebend nachfolgend genannt:

  • Arbeiten mit Verknüpfungen: Man basteltet sich eine Verknüpfungsstruktur, die den Themenbereich abbildet und an der man sich dann zu den gewünschten Dateien entlang hangelt.
  • Man nutzt einen externen Datenspeicher (auch „Online-Festplatte“ genannt), wie Dropbox - wer den Link nutzt und die Software installiert, hat schon einmal 2,25 GB gratis - um seine Dateien dahin auszulagern. Die Ablage kann entweder in bezeichnende (Unter-) Verzeichnisse erfolgen oder man trägt die genauen Links als Lesezeichen in seinen Browser ein.
Ich selbst nutze eine andere Vorgehensweise: Ich habe mir eine mehrstufige Navigation in HTML aufgebaut und auf dem Desktop lediglich eine „start.html“. Entscheidend ist, dass der letzte Link in seiner Beschreibung aussagekräftig genug ist.

Ein Beispiel:

Internet / Recht / eCommerce / Preisangabenverordnung – was haben Händler im Internet zu beachten? Erschienen 2010

Das Erscheinungsdatum ist dabei von besonderer Relevanz, denn nichts ist so schnelllebig, wie das Internet. Ich denke nur an die Widerrufsbelehrung, die zuletzt im April diesen Jahres geändert wurde und an der der Gesetzgeber bereits wieder arbeitet. Auch die Pflege und damit das Löschen von Dokumenten, so sie nicht mehr aktuell sind, gehört zur Verwaltung von Informationen.

Wichtig ist die eigene Disziplin, frisch herunter geladene Dateien auch gleich in das System seiner Wahl zu übernehmen. Man hat meist noch beschreibende Online-Informationen auf de Monitor, die man in die eigene Beschreibung mit einfließen lassen oder auch verschlagworten kann.

Apropos Verschlagwortung: Dieses geht auch beispielsweise mit Mister Wong. Aber: Viele Dokumente sind nur temporär online (Stichwort „E-Book des Tages) oder Sonderveröffentlichungen diverser Verlage, gekaufte E-Books oder PDFs. Von daher sind Online-Lesezeichen in diesem Zusammenhang nicht wirklich zu gebrauchen.

Die von mir beschriebene und genutzte Variante ist auch bei HMTL-Grundkenntnissen nutzbar. Wer sich besser auskennt, der kann auch LAMP oder WAMP auf seinen Rechner aufsetzen und eine MySQL-Datenbank zum Laufen bringen. Dann kann man ein Wordpress-Installation lokal ausschließlich zur Verwaltung seiner Dokumente verwenden. Inklusive der bereits angesprochenen Verschlagwortung.

Natürlich geht dies auch online (und ist noch einfacher) über Wordpress.com. Man strukturiert sich ein Blog und lädt die Dateien wieder hoch. Aus rechtlichen Gründen muss man allerdings darauf achten, dass die Option „public“ nicht gewählt wird, sondern „passwortgeschützt“ oder „privat“.

Für Musik, Fotos und Videos gibt es jede Menge Software, die speziell die Verwaltung erleichtert. Für E-Books und ähnliches habe ich noch kein Programm gefunden, welches mir wirklich zugesagt hätte.

Also: Wer hat welche Erfahrungen gesammelt, wer kennt eine gute Software?



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Donnerstag, 16. September 2010

Das Hammerschnitzel aus dem Vogtland

Es geschah in einem kleinem Ort im Vogtland. Da nahm ein Gastwirt den Begriff "freie Marktwirtschaft" etwas zu wörtlich und meinte, er könne sich von anderen Anbietern warmer Mahlzeiten positiv absetzen, in dem er besonders große Schnitzel servierte. Als Alleinstellungsmerkmal sozusagen.

Dumm nur, dass er sein Angebot "Schnitzel Hawaii" nannte. Denn das Finanzamt hat hierfür eine Vorgabe: Ein Schnitzel Hawaii darf maximal 165 Gramm wiegen, mit einer Scheibe Ananas, aber keinesfalls mit Käse verfeinert sein. Der findige Gastronom traute sich jedoch, Schnitzel von 200 bis 230 Gramm, mit zwei Scheiben Ananas und - die Dreistigkeit nimmt kein Ende - mit Käse überbacken seinen Kunden zu servieren.

Das ist nun wirklich der Hammer - fand das Finanzamt Plauen und machte folgende Rechnung auf: Zu große Portionen = zu wenig verkaufte Essen = Steuerhinterziehung. Und da nicht sein kann, was nicht sein darf, gab es gleich eine zünftige Strafe, die schwerer im Magen liegt, als ein großes Schnitzel: 38.000 EUR soll der Gastronom an Steuern nachzahlen.

Aus der Sicht des Finanzamtes gestaltet sich das Ganze so: Der Prüfer sieht anhand der Belege, wieviel Rohware der Gastronom eingekauft hat. Und wie viele Portionen er unter seine Gäste gebracht hat. Statt der angegeben 70 Portion müsste der Wirt, so will das Finanzamt Plauen berechnet haben, 200 Portionen ausgereicht haben.

Sicher gibt es in der Gastronomie - wie überall - auch schwarze Schafe, die ihre Einnahmen schön rechnen und Portionen schwarz verkaufen. Bleibt die Frage nach der Reaktion des Finanzamtes, wenn der Wirt sein Schnitzel in Anlehnung an den Ort der Begebenheit Hammermühle einfach "Hammerschnitzel" genannt hätte. Dafür hätte wohl der Prüfer vom Finanzamt eine neue Berechnungstabelle in Excel anlegen müssen, die sich an den Gegebenheiten des Angebotes orientieren.

Das Problem: Der Gastronom orientiert sich mit seinen Angeboten an der Kundschaft vor Ort. Und das sind nun einmal hungrige Arbeiter. Sonst könnte er das "goldene Kaiserschnitzel" mit Blattgold und Alba-Trüffeln für 150 EUR anbieten, wie es Genießer in einem SB-Restaurant in der Düsseldorfer Altstadt verzehren können. Allerdings sitzt auch dort das Geld bei den Kunden nicht mehr so locker: 20 bis 30 dieser Edelschnitzel werden pro Jahr verkauft.

Von einem Veto des Finanzamtes in Düsseldorf ist bis jetzt nichts bekannt. Vielleicht können sich die Kollegen vom FA Plauen mit denen aus Düsseldorf einmal zu einem Erfahrungsaustausch bei einem Arbeitsessen treffen. Es muss ja nicht unbedingt ein Schnitzel sein, was man sich dann bestellt...


Angeregt von  Schnitzel zu groß und Luxusschnitzel




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Super Mario zum Fünfundzwanzigsten

1985 war, als der korpulente Klempner in seinem Blaumann die Spielewelt eroberte. Exakt am 13. September 1985 kam das erste Spiel auf den Markt.



Trotz seiner Leibesfülle hüpfte er leichtfüßig über die unterschiedlichsten Displays, bekämpfte Monster, befreite Prinzessinnen, spielte Tennis oder sammelte einfach nur Münzen ein.

Ob Gameboy, Nintendo, Computer oder Wii - Mario war auf all diesen Geräten super. Inzwischen ist der muntere Handwerker in rund 200 Spielen zu finden. Und ein Ende ist nicht abzusehen.



Seine Beliebtheit sieht man auch in der Google-Suche: Drei Buchstaben reichen aus, um den digitalen Helden als Vorschlag anzuzeigen.



Wie es ausschaut, ist ein Ende des Mario-Booms nicht in Sicht. Einerseits gibt es viele Retros, andererseits neue Modifikationen für aktuelle Konsolen.

Wer Lust auf ein Online-Spiel hat - hier entlang



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Montag, 13. September 2010

Thilo Sarazzin gegen den Rest der Welt

Das Wort "Parallelgesellschaft" ist gegenwärtig in vielfältiger Form zu vernehmen. Sarazzin verwendet es in Hinblick auf Menschen mit Migrationshintergrund. Das gewöhnliche Volk verwendet es mit Blick auf die Politikerkaste. Und in der DDR Aufgewachsene erinnern sich an Leben und Parolen der Staats- und Parteiführung im Widerspruch mit dem tatsächlichem Leben des Volkes.

Parallelgesellschaften entstehen und gedeihen immer dann, wenn die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft versagt. Und/oder, wie es Wikipedia auf den Punkt bringt: "Der Begriff Parallelgesellschaft bezeichnet umgangssprachlich eine nicht den wahrgenommenen Regeln und Moralen der Mehrheitsgesellschaft entsprechende, von dieser mitunter als abgelehnt empfundene, gesellschaftliche Selbstorganisation einer Minderheit. Der Begriff überschneidet sich in seinem Bedeutungsinhalt mit Gegenkultur und Subkultur. Merkmal dieses Diskurses ist, dass er Charakteristika von modernen Denkweisen im Sinne von Feindbildern, Vereinfachungen, Verzerrungen und pauschalisierenden Aussagen aufweisen kann."

Gegenwärtig scheinen wir noch zwei andere Parallelgesellschaften zu haben: Einerseits Politik und die gleichgeschalteten Medien, die unter ihrer eigenen inneren Zensur förmlich leiden, aber nach außen den korrekten, unangreifbaren Deutschen geben. Andererseits die gleichen Meinungsmacher, die hinter vorgehaltener Hand schon einmal sagen, dass Sarazzin nicht Unrecht hat und den Finger in die Wunde legt. Und das Volk, dass in der Mehrzahl hinter Sarazzin steht (Umfrage Stern). Die private und die öffentliche Meinung sind halt zwei verschiedene Schuhe. Das gilt für alle, aber scheinbar nicht für Thilo Sarazzin.

Um so verwunderlicher, dass ich bei meinen Recherchen in kaum einem Blog, in kaum einem Twitterkommentar eine Pro-Sarazzin-Meinung gelesen habe. Lediglich in den vermeintlich anonymen Kommentaren diverser Online-Medien finden sich die Unterstützer von Sarazzin. Die Frage, ob der Mut zur ehrlichen Positionierung in Deutschland schon verloren gegangen ist, muss natürlich rein rhetorisch bleiben.

Auch ich finde nicht jede Äußerung von Sarazzin richtig und passend. In der Mehrzahl sind die Argumente jedoch durchaus belastbar, wie auch kompetente Analysten bestätigen. Bliebe noch die Frage nach der Motivation. "Er wolle seinen Buchverkauf pushen" lese und höre ich immer wieder. Bitte? Ein Banker, der mehr als ein erquickliches Einkommen hat?

Ich denke eher, er ist intelligent genug zu wissen, dass man ein solches Thema nicht mit der Sprachwahl eines Gutmenschen auf die Agenda setzt. Die politischen Aktivitäten und kritischen (Selbst-) Einschätzungen, die nach dem Rücktritt von seinem Bundesbank-Job (dazu später noch einige Anmerkungen) plötzlich von den Parteien zu vernehmen waren und sind, bestätigen mich in der Annahme.

Erinnern wir uns an die Berliner Richterin Kristin Heisig, die im Juli dieses Jahres den Freitod wählte und ebenfalls ein Buch zum Thema herausbringen wollte. Sie war mit ihrem Kampf gegen die Jugendkriminaltät bundesweit bekannt geworden. Sie wollte sich nicht darauf einlassen, dass vor allem junge Straftäter erst Monate später vor ihr auf der Anklagebank saßen und sich oft nicht einmal mehr daran erinnern konnten, was sie ihren Opfern angetan hatten. "Wir müssen früh, konsequent und deliktbezogen reagieren", damit ein Lerneffekt bei den Jugendlichen einsetzt, hatte sie immer wieder gefordert und erklärt: "Mit Samthandschuhen kommen wir nicht weiter". Sie war in den Problembezirken Berlins aktiv und sie scheiterte, weil die Politik mauerte. Gehört wird nur, wer sich von der Masse abhebt. Dies könnte der Grund für die provokativen Äußerungen Sarazzins sein, dem ich unterstelle, die politisch Gemengelage zu kennen und sich der Wirkung seiner Worte bewusst zu sein. Wie man jetzt sieht, hat er die Situation richtig eingeschätzt. Populismus ist etwas anderes...

Gelegentlich lese ich Argumente wie "Es gibt Deutsche auf Mallorca, die dort ein Haus besitzen, aber kein Spanisch können. Es sind die gleichen Deutschen, die lautstark fordern, dass unsere türkischen Mitbürger besser Deutsch sprechen sollen". Hier werden Birnen mit Äpfeln verglichen, denn in Spanien finden sich entweder Pensionäre mit deutscher Rente oder Urlauber, die ihr Geld dort lassen. Aber wohl kaum jemand, der von spanischen Sozialtransfers lebt. In Deutschland hingegen brechen über 30% der überhaupt teilnehmenden Migranten die Integrationskurse ab (Quelle: Albert Schmid, Präsident des BA für Migration und Flüchtlinge). Und das sind Menschen, die deutsche Sozialleistungen in Anspruch nehmen.

Es ist den in Deutschland arbeitenden und Steuer zahlenden Menschen - gleich welcher Nationalität bzw. Herkunft - nicht zu vermitteln, dass sie anderen ihre funktionierende Parallelgesellschaft (da sind wir wieder bei dem "Modewort") finanzieren.

Das Projekt "Fördern und Fordern" ist bislang gescheitert. Und auch der Islam-Gipfel hat außer Schlagzeilen nichts gebracht. Das wird inzwischen auch nicht mehr wirklich infrage gestellt - die Politiker aller Fraktionen üben sich jetzt in Schadensbegrenzung und versuchen sich in neuer Zieldefinition. Allein dies ist für mich mehr als ein Indiz, dass Sarazzin mit seinem Vorgehen erfolgreich war. Und nun - frei von Zwängen seines Amtes - muss er erst recht kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Wohin ihn sein Weg führt, was seine Ziele für die Zukunft sind, bleibt abzuwarten.

Wie bereits angekündigt, noch ein paar Anmerkungen zu dem Trauerspiel seines - ich nenne es einmal so - Berufsverbotes.

Die Chronologie der Ereignisse

Angela Merkel meldet sich zu Wort, um zu verkünden "In der Bundesbank müsse über die 'Personalie Sarrazin' gesprochen werden".

Pressenotiz der Bundesbank vom 30. August 2010

Stellungnahme zu den Äußerungen von Dr. Sarrazin

Der Vorstand der Deutschen Bundesbank distanziert sich entschieden von diskriminierenden Äußerungen seines Mitglieds Dr. Thilo Sarrazin. Dr. Sarrazin, ein ehemaliges Mitglied des Berliner Senats, hat sich mehrfach und nachhaltig provokant geäußert, insbesondere zu Themen der Migration. Diese Äußerungen stehen in keinem Zusammenhang mit den Aufgaben der Deutschen Bundesbank. Dr. Sarrazin gibt darin nicht die Ansichten der Deutschen Bundesbank wieder. [...] Der Vorstand der Deutschen Bundesbank wird unverzüglich ein Gespräch mit Herrn Dr. Sarrazin führen, ihn anhören und zeitnah über die weiteren Schritte entscheiden.

Pressenotiz der Bundesbank vom 2. September 2010

Vorstand der Deutschen Bundesbank beantragt Abberufung von Dr. Thilo Sarrazin

Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat heute einstimmig beschlossen, beim Bundespräsidenten die Abberufung von Dr. Thilo Sarrazin als Mitglied des Vorstandes zu beantragen. Der "Corporate Governance"-Beauftragte der Deutschen Bundesbank, Professor Dr. Uwe Schneider, unterstützt diesen Antrag uneingeschränkt.

03. September 2010 15.35 Uhr, dpa

Bundespräsident Wulff will eine Stellungnahme der Regierung zur Abberufung von Bundesbanker Sarrazin.

Bundespräsident Christian Wulff hat die Bundesregierung um eine Stellungnahme zum Antrag der Bundesbank auf Entlassung ihres Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin gebeten. Dies teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit.

Anmerkung: Was hat Herr Wulff eigentlich für eine Antwort aus Berlin erwartet, nachdem sich Frau Merkel bereits eindeutig positioniert hat?

Pressenotiz der Bundesbank vom 9. September 2010

Presseerklärung des Vorstands der Deutschen Bundesbank

Der Vorstand der Deutschen Bundesbank und das Vorstandsmitglied Dr. Thilo Sarrazin sind sich ihrer Verantwortung für die Institution Deutsche Bundesbank bewusst. Mit Blick auf die öffentliche Diskussion werden die Beteiligten ihre Zusammenarbeit zum Monatsende einvernehmlich beenden. Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat seinen Antrag vom 3. September 2010 zurückgezogen und hält die wertenden Ausführungen aus seiner Pressemitteilung vom 30. August 2010 nicht aufrecht. Herr Dr. Sarrazin hat den Bundespräsidenten gebeten, ihn von seinem Amt zu entbinden. Der Vorstand der Deutschen Bundesbank dankt Herrn Dr. Sarrazin für die von ihm als Mitglied des Vorstands geleistete Arbeit.

Der Deal soll laut Spiegel Online von Wullf eingefädelt  worden sein. Und hier beginnt meine eigentliche Kritik: Sarazzin hat sich kaufen lassen. Er erhält laut TAZ  eine um 1000 Euro auf 10.000 Euro angehobene Pension ab Oktober diesen Jahres, wie sie ihm eigentlich erst nach dem reguärem Abschied 2014 zugestanden hätte. Ihm, dem Juristen beste Aussichten für einen juristischen Streit prognostizierten, war das Geld mehr wert als das Thema, um welches es ihn vermeintlich primär ging. Oder vielleicht doch noch geht? Das muss und wird die Zukunft zeigen.

Bleibt mir nur noch, zum Schluss unsere Bundeskanzlerin zu zitieren, die zeitgleich im Rahmen der Auszeichnung des Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard sagte:"Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut". Hätte Sarazzin vielleicht besser zum Pinsel gegriffen?

PS.: Das Gezänk mit seiner Partei, der SPD, habe ich bewusst außen vor gelassen. Weil ich es für eher sekundär halte.

PPS.: Nein, ich habe das Buch (noch) nicht gelesen.







Donnerstag, 9. September 2010

Iron Maiden vs. Filesharing

Filesharing ist böse. Sagt die Musikindustrie, sagen Politiker und sagen ein paar internetaffine Menschen. Teils uneingeschränkt und pauschalisiert, teils mit dem Fokus auf die Musik- und Filmbranche.

Zunächst einmal bleibt festzustellen, dass in Zeiten, wo DSL-Speed schnelle Downloads und 1,5 TB-Festplatten für unter 100.- EUR eine preiswerte Speichermöglichkeit bieten, den Download von Filmen oder MP3-Files wirklich leicht machen.

Doch: Der böse Raubkopierer, der Tausende von Musiktiteln auf seiner Festplatte hat, richtet meiner Meinung nach weitaus weniger Schaden an, als die Musikindustrie und weismachen will. Denn: Er würde sich die Titel in dieser Quantität niemals kaufen. Das ist das erste Argument gegen die Schadensbilanz, welche die Musikindustrie so gern publiziert. Hinzu kommt, dass manch einer, der sich ein paar Titel einer Band aus dem Web „gezogen“ hat, nicht selten animiert wird, sich dann das ganze Album zu kaufen. Was er ohne Internet und Filesharing vielleicht nie getan hätte.

Inzwischen gibt es glücklicherweise immer mehr Musiker, die dies ähnlich sehen und das Internet eher als Chance denn als Gefahr begreifen. Iron Maiden gehört ohne Frage dazu.

Es mag sein, dass Metal-Fans eine besondere Spezies sind, die Wert auf Texte, Artworks und das physische Album legen. Aber dies ist nicht der Hauptgrund. Die Band und das Management haben es verstanden, ein Online-Marketing auf sehr hohem Niveau aufzuziehen.
Dazu gehören u.a. eine Facebook-Seite, eine aktuell gepflegte Website mit kleinen Highlights wie die kostenlose Single "El Dorado" bis hin zu Merchandise.

Kurzum: Die Fans werden online bei Laune gehalten und das Plattenlabel EMI wundert sich, dass die illegalen Downloadraten bei Iron Maden verschwindend gering sind.

Da stellt sich mir doch glatt die Frage: Sind nun die Internet-User die bösen Buben oder liegt die Ursache nicht eher im Management? Die Antwort habe ich eigentlich schon vorweggenommen...












Dienstag, 7. September 2010

Der Staat als Anbieter von Kinderpornographie ?

Ich vermag dem Bundesinnenminister de Maizière (CDU) ehrlich gesagt nicht so recht zu folgen: „Das Löschen und Sperren von Internetseiten sei keine Kriminalitätsbekämpfung“. Er wolle, dass die Täter aufgespürt würden. Dazu müsse die Polizei mehr Rechte erhalten. Zum Beispiel sollen Ermittler pornographisches Material straffrei zur Verfügung stellen können, meinte er gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Kann es sein, dass vielleicht gar nicht so viel KiPo im Netz ist, wie bisher immer behauptet wurde und der Staat jetzt die „korrekten“ Fakten nachliefern will?

Wenn „szenetypische Straftaten“ (so der Fachbegriff) gesetzlich legitimiert werden, wann folgen dann die Rauschgifthändler im Staatsdienst?

Das ganze Szenario läuft doch darauf hinaus, dass der Staat bzw. die Polizei Straftatbestände selbst erschafft, um den Internet-User zu einer Straftat zu verführen, die ihm dann im Rahmen eines „Ermittlungsverfahrens“ nachgewiesen wird. Eine aus meiner Sicht sehr zweifelhafte Methode.

Irgend wie werde ich das Gefühl nicht los, dass es gar nicht um missbrauchte Kinder geht. Wie „damals“, vor einem Jahr...






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myby.de










inspiriert von heise.de

Montag, 6. September 2010

Superstaus in China und der Qualitätsjournalismus

Die Statements der „etablierten Medien“ (was auch immer man darunter verstehen mag) klingen immer wieder gleich, wenn es um die Bewertung von Blogs & Blogbeiträgen sowie der Kommunikation im Allgemeinen durch „Nichtprofis“ geht: Der Qualitätsjournalismus ist durch nichts zu ersetzen, nicht verifizierte und schlecht recherierchte Informationen dominieren im Web 2.0 sind keine Gefahr für die klassischen Medien.

Spätestens, seit immer öfters durch Qualitätsjournalisten ungeprüftes Material von Wikipedia übernommen wird oder Facebook- und andere Einträge einfach mit „Quelle: Internet“ versehen werden, weiß man, dass dies nicht wirklich so ist. Wobei: Man sollte nicht pauschalisieren sondern differenzieren. Es gibt – wie auch bei den Bloggern – solche und solche.

Mitunter aber fallen alle auf eine Ente herein, wie auf den „Superstau in China“, den die Nachrichtenagentur APN am 24. Juli in die Tasten haute. Über 100 km lang sei der, der Mega-Stau, geplagte Autofahrer hingen teilweise seit über 10 Tagen fest und Dorfbewohner entlang der Staustrecke machten den großen Reibach mit Lunchpaketen und Getränkeversorgung.

Und alle waren dabei – beim Abschreiben:


Spiegel Online mit „Gefangen im Superstau“
„Ein Kilometer - pro Tag. Wann genau sich der Stau auflöst, weiß derzeit niemand. Solange er fortbesteht, dauert die Fahrt von Jining nach Peking etwa drei Monate. 99 Tage für die ersten qualvollen hundert Kilometer, einen Tag für die restlichen 260.“

Tagesschau.de
„Seit zehn Tagen im 100-Kilometer-Stau. Im Norden Chinas werden Autofahrer derzeit auf eine harte Probe gestellt: In der Nähe von Peking stehen hunderte von Auto- und Lkw-Fahrern seit mittlerweile zehn Tagen im Stau - und ein Ende ist nicht abzusehen.“

Kurier (/Österreich)
„100-km-Stau in China wird Wochen andauern. Bereits seit zehn Tagen geht auf einer Autobahn bei Peking nichts mehr weiter: Die Autos kommen pro Tag nur einen Kilometer voran.“

Tagesanzeiger (Schweiz)
„100-Kilometer-Stau in China. Autofahrer im Norden Chinas müssen sich derzeit in extremer Geduld üben: Auf einer Strecke von rund 100 Kilometern hat sich ein riesiger Verkehrsstau gebildet. Bis er sich auflöst, kann es noch Wochen dauern.“

N24
„10 Tage im 100-Kilometer-Verkehrsstau. In China ist alles eine Nummer größer: Sogar die Staus. Auf 100 Kilometern müssen sich Autofahrer auf dem Weg nach Peking in Geduld üben. Lediglich einen Kilometer kommen die Fahrzeuge pro Tag voran.“

heute.de
„100 Kilometer Stau in China. Auflösung kann Wochen dauern. Autofahrer im Norden Chinas müssen extreme Geduld haben: Auf einer Strecke von rund 100 Kilometern reiht sich dort Stoßstange an Stoßstange - und das schon seit zehn Tagen. Die Auflösung des Mega-Staus kann noch Wochen dauern.“

Weitere Quellen erspare ich mir und den Lesern... Man beachte die Kreativität beim Zitieren der APN-Meldung. Und - wer rechnen kann, ist klar im Vorteil: 100 Kilometer Stau seit zehn Tagen macht bei einem Kilometer Bewegung pro vierundzwanzig Stunden rund drei Monate Leben auf der Autobahn. Das hat zumindest der Spiegel richtig erkannt.

Irgend wann muss noch jemand gerechnet haben. Und so gereicht es der ARD zur Ehre, dass sie ihre eigene, oben zitierte Meldung zumindest im Tagesschau-Blog kritisch hinterfragte. Besser gesagt: Keine Kosten scheute und ganz China nach dem Superstau abzufahren, um dann kurz vor der Inneren Mongolei wieder umzukehren. Ohne diesen Superstau zu finden. Kurzum: Die APN-Meldung war schon nicht mehr aktuell, als sie publiziert und zitiert wurde.

Aber nicht destro trotz: Das Leben geht weiter. Und so berichtet am heutigen Montag (06. September 2010) nachrichten.at „Wieder 120 Kilometer-Stau in China“.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich kann einerseits die Situation vor Ort selbst nicht bewerten. Auch bezweifle ich nicht, dass es in China und besonders rund um die Hauptstadt Staus gibt. Andererseits: Wer zehn Tage und länger im Stau steht, hinterlässt an den Straßenrändern Spuren, die den eifrigen Rechercheuren der ARD aufgefallen wären. Also was soll dieser Schwachsinn? Ich halte die Chinesen außerdem für schlau genug, im Falle eines längeren Staus die Autobahn an der nächsten Abfahrt zu verlassen. Oder gar nicht erst drauf zu fahren. Oder im Zweifel umzukehren.

Ich bin überzeugt davon, dass inzwischen mancher Blogger Agenturmeldungen kritischer hinterfragt als es die Qualitätsjournalisten tun. Der sprichwörtliche Sack Reis in China wird nicht interessanter und wichtiger, indem man daraus eine Horrormeldung macht.



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Samstag, 4. September 2010

Google im Kaufrausch - ein kleiner Rückblick


Google Acquisitions.

Research by Scores.org


Es gibt Sachverhalte, die muss man nicht kommentieren ...



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Mittwoch, 1. September 2010

Shoppingtipp: Birkenstock & Co online

[Trigami-Review]

Es ist sicher kein Geheimnis, dass die Billigtreter vom Wochenmarkt einem Vergleich mit Produkten wie Alpro, Papillo oder BIRKENSTOCK (um nur einige zu nennen) nicht standhalten.

Sicher: Diese kosten einige Euro mehr, denn Qualität hat ihren Preis. Das spürt man, wenn man das Schuhwerk trägt. Allerdings sollte man auch wissen, dass u.a. Birkenstock einen Reparaturservice bietet, so dass abgelaufene Sohlen oder auch das Fußbett nach langem Tragen preiswert erneuert werden können.

Besser gehen ist der Onlineshop und Versandhandel, der die Marken BIRKENSTOCK, Alpro, Birkis, footprints, Papillio und Tatami im Internet anbietet.

Die Navigation im Shop ist intuitiv und einfach, durch entsprechende Filter (Größen, Kategorien, Hersteller) kann man die angezeigten Produkte eingrenzen und findet so relativ schnell sein(e) Wunschprodukt(e).

Hat man den Warenkorb gefüllt, kann man während des Bestellvorgangs entscheiden, ob man ein Kundenkonto anlegen möchte oder nicht. Mit Kundenkonto hat man den Vorteil, auf jede Bestellung 10% Rabatt zu erhalten, auch gibt es Prämienpunkte und über 3000 Prämien, wie Apple MP3-Player, DVD-Player, Balkonsets u.a.. Da man keine Verpflichtungen eingeht, lohnt sich das Kundenkonto auf jeden Fall.


Ungeachtet dessen bietet besser gehen natürlich ein 14tägiges Umtausch- und Rückgaberecht, so dass man im Falle des Falles – beipielsweise, wenn man sich in der Größe vertan hat – kein Risiko eingeht.

Besser gehen sagt von sich selbst, den weltweit größten und bestsortierten Lagervorrat und Service der o.g. Marken zu haben.


Ich selbst habe mir diese ARIZONA BF von BIRKENSTOCK (Artikel-Nr. 051711) bestellt und kann bestätigen, dass die Abwicklung sehr zügig verlief und die Kommunikation des Logistikunternehmens bestens war.

Wer selbst einmal qualitativ hochwertiges Schuhwerk ausprobieren möchte, weil ihm die genannten Marken vielleicht (noch) nichts sagen – dieser Online-Shop für Schuhe ist dafür bestens geeignet.

Jetzt zum Angebot

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