Mittwoch, 18. August 2010

Wie man den USB-Stick zum Arbeitsspeicher macht

Wenn der Rechner mit seiner Performance in die Knie geht, ist oftmals fehlender Arbeitsspeicher die Ursache. Nun gibt es die Option, Geld in die Hand zu nehmen, um den RAM aufzurüsten. Doch ist es nicht Jedermanns Sache, am Computer herum zu "schräubeln". Hinzu kommt, dass sich vorhandener und neuer RAM nicht zwangsläufig vertragen müssen – auch wenn Inkompatibilitäten im Vergleich zu früher seltener geworden sind.

Dabei bietet sich unter Windows 7 eine einfache Alternative, USB-Speichersticks als Arbeitsspeicher mit zu nutzen. Da dieser Flash-Speicher deutlich schneller arbeitet, als normale Festplatten, wird der Rechner spürbar flotter. Natürlich muss der Stick über ausreichend freien Speicherplatz verfügen.

So funktioniert es: Nach dem Anstecken des Sticks an einem USB-Anschluss wird die Option „System beschleunigen“ ausgewählt, anschließend über „Eigenschaften“/ReadBoost“ die Feineinstellung vorgenommen.

Dabei hat man zwei Möglichkeiten: Per „Dieses Gerät für ReadyBoost reservieren“ wird der gesamte freie Speicherplatz für die Systembeschleunigung verwendet, wobei gespeicherte Dateien erhalten bleiben und nicht etwa überschrieben werden. Alternativ kann man per „Dieses Gerät verwenden“ mittels Schieberegler die gewünschte Speicherkapazität festlegen.

Microsoft empfiehlt ein Verhältnis von 1:1 bis 1:3 zwischen echten Arbeitsspeicher und ReadyBoost. Was beispielsweise bedeutet, dass bei 2 GB vorhandenem RAM der ReadyBoost-Speicher zwischen 2 und 6 GB betragen sollte.

Mit „Übernehmen“/“OK“ wird der Vorgang abgeschlossen und ab da steht die Performance-Hilfe dem Computer zur Verfügung.

Wechselt man per Explorer oder über „Computer“ in den entsprechenden Wechseldatenträger, sieht man die Datei ReadyBoost.cfcache und die reservierte Größe.

Verständlich ist sicher, dass der Performance-Gewinn um so auffälliger wird, desto schneller der Speicherstick ist. Also: Einfach einmal ausprobieren. Ich wünsche viel Erfolg!






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