Dienstag, 31. August 2010

Was gegen das Löschen inaktiver Domains spricht

Wer kennt das nicht: Da hat man – aus einer spontanen Idee oder aus einem vermeintlich konkreten Projekt heraus eine Domain beantragt. Und das vielleicht mehrere Male. Irgendwann merkt man, dass aus dem Dutzend Domains nur drei, vier tatsächlich aktiv genutzt werden können – die anderen kosten nur Geld (wenn auch wenig) und schlummern ungenutzt vor sich hin.

Der einfachste Weg ist es, die Domains zu kündigen. Das ist der Regel einfach und unkompliziert – lediglich die Vertragslaufzeiten sind zu beachten. Doch Vorsicht: Wenn die Domain Namen bzw. Namensbestandteile enthält und die Domain vorher einen gewissen Bekannheitsgrad erreicht hat, sollte man sich dies zweimal überlegen: Solche Domains werden sofort von Vermarktungsfirmen (wie z.B. Sedo) aufgekauft und zur „Nachnutzung“ angeboten.

Hier ein Auszug dessen, was Sedo aktuell mit dem Namen „Meier“ anbietet. 
 Quelle: Sedo


Was dann in der Praxis geschehen kann, ist hier nachzulesen.

Friedbert Pflüger hatte ein Blog am Laufen, stellte diesen aber nach seiner Abkehr aus der Politik ein und gab die Domain auf. Inzwischen ist die Domain wieder online - mit Links zu Partnerschaftsbörsen und der NPD.

Dass das Negativ-Image auf den vorherigen Inhaber zurück schlägt, steht außer Frage. Zumindest dann, wenn die Domain bzw. der Inhaber bekannt waren bzw. sich im Web einen Namen gemacht haben.

Von daher sollte man sich überlegen, welche Informationen die Domain selbst vermittelt. Erlaubt sie die Zuordnung auf eine Person, war sie in der Vergangenheit stark frequentiert, wurde eventuell die zugehörige(n) Mail-Adresse(n) intensiv genutzt? Diese und weitere Kriterien sollten in die Entscheidungsfindung einfließen, bevor man eine Domain löscht – und damit freigibt. Letztlich können die gesparten 5.- bis 10.- EUR pro Jahr (ohne Webspace) zu mehr Ärger führen, als es die Einsparung wert ist.











myby.de


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