Donnerstag, 19. August 2010

Skype ist nicht mehr abhörsicher

Über Jahre hielt sich – und das in der Vergangenheit auch wohl mit Recht – die Legende, dass Skype so gut verschlüsselt sei, dass ein Abhören der über mit diesen Internet-Dienst geführten Gespräche nicht möglich wäre.

Die VoIP-Kommunikation (Voice over IP) galt und gilt vor allem als günstige, da kostenfreie Alternative z.B. für Ferngespräche in das Ausland.

Inzwischen hat man bei Wikipedia den Beitrag aktualisiert und kann dort lesen: „2010 wurde bekannt, dass staatliche Stellen in Deutschland Skype heute genauso abhören können wie das normale Telefon. Skype-Abhörprotokolle wurden bereits vor Gericht verwendet.“

Grund für die Änderung des Wikipedia-Eintrages könnte ein Posting von RA Udo Vetter in seinem law blog  sein, wo er aus eigener Erfahrung schildert, dass das Abhören von Skype-Gesprächen durch Ermittler inzwischen gängige Praxis ist und auch bereits Skype-Abhörprotokolle vor Gericht Verwendung fanden.

Wie die doch so aufwändige Verschlüsselung geknackt wird, darüber mögen sich Fachleute oder Kaffeesatzleser Gedanken machen.

Mir beweist es, dass die Regierenden nicht ohne Grund publikumswirksam gegen Facebook und Google agieren, während im Hintergrund ganz andere Dinge umgesetzt werden. Auch wenn ich mit differenzierter Kritik an diesen beiden und anderen Unternehmen nicht hinter den Berg halte, so ist StreetView gegenüber Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner oder Gesprächsmitschnitten u.a. mehr doch eher ein harmloser Diavortrag aus den späten 70ziger Jahren.








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