Dienstag, 17. August 2010

Samsung: Gute Handys, schlechte Software

Ob Samsung S5230 Star, SGH-I550 SGH-ZM60, SGH-D900, Galaxy i7500 Corby S3650 oder ein anderes Handy aus der aktuellen Modellpalette von Samsung – egal eigentlich, was für ein Gerät man erworben hat: Sie alle nutzen „SAMSUNG New PC Studio“ als Schnittstelle zum Computer. Und treiben mit dieser bescheidenen Software die Nutzer reihenweise in die Verzweiflung, wie man bei Recherchen in Web in diversen Foren und „Kummerkästen“ lesen kann.


Bis Dezember 2009 wurde Windows 7 offiziell gar nicht unterstützt, zum 24.12.2009 gab es mit Version 1.5.1.10064_2 ein Software-Update, welches nun auch Windows 7 berücksichtigt. Theoretisch zumindest, denn in der Praxis ist das Programm weiterhin nicht in der Lage, eine vernünftige Verbindung per USB herzustellen. Da hilft es auch nicht, die Software im XP-Modus zu starten: Während im Handy selbst die Verbindung erkennt und anzeigt, verweigert die Software am PC die Anzeige der bestehenden Verbindung.

Es scheint, dass man nur mit zwei Optionen weiter kommt: Entweder am Handy „Massenspeicher“ einstellen – so kann man zumindest eine Verbindung aufbauen und Daten hin- und her schieben, um sie dann (wenn sie aufs Handy geschoben wurden), per Handy-Menü in die richtigen Zielordner zu verschieben. Oder man hat (wie ich) das Glück, noch einen Zweit-PC nutzen zu können, auf dem Windows XP installiert ist – dann tut die Software, was sie soll.

Auch im Forum von samsungmobile.de häufen sich die diesbezüglichen Anfragen – von Support-Mitarbeitern gibt es die lapidare Ansage: Alles deinstallieren, PC rebooten. PC Studio neu installieren, PC rebooten. PC Studio starten und dann mit dem Handy verbinden.

Ja und? Dieses Spielchen kann man tagelang betreiben – es löst die Probleme nicht!

Ich hatte - mit einem Vorgängerhandy von Samsung - noch die ältere Software „PC Studio 3“ auf dem Rechner. Nicht nur, dass die Software von der Oberfläche und der Bedienung flüssiger und überzeugender erschien – sie lief auch bis MS Vista problemlos.

Da Samsung, erkennbar an der Geräte- und Preispolitik, den Massenmarkt dominieren möchte, sollte man mit dieser unübersehbaren Massenkritik anders umgehen, als bisher geschehen. Sprich: Die Software so nachbessern, dass sie – wie die anderer Anbieter – problemlos läuft.

Bei der Gelegenheit: Auch die Firmware hat eine Überarbeitung nötig, denn viel Anwender haben – wie ich - die Erfahrung gemacht, dass die Bluetooth-Verbindung beim S5230 und anderen Geräten zu Freisprecheinrichtungen im Auto nur kurzzeitig funktioniert. An den Gegenpart-Geräten im Auto kann es - zumindest bei mir - nicht liegen, da es mit dem Vorgänger-Samsung noch immer problemlos funktioniert.

Jede Menge Geräte auf den Markt zu werfen, ist das Eine. Funktionierende Software mitzugeben, damit diese Geräte auch sinnvoll genutzt werden können, das Andere. Deshalb, liebe Kollegen von Samsung: Macht eure Hausaufgaben, sonst laufen euch irgendwann die Kunden davon.

Die Google-Zeitleiste spricht eine klare Sprache, wie ich finde.








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