Mittwoch, 25. August 2010

Die Atom-Lobbyisten und das Internet

Anfang der Woche starteten sie mit einer Ganzseitenanzeige ihre Kampfansage gegen die Regierung und einen Meinungsbildungsversuch auf das gemeine Volk. Gemeint ist die Initiative „Energiezukunft für Deutschland“. Sie – die Lobbyisten der Atomkraft sowie ein paar „Promis“, bei denen man sich fragt, wie diese in die illustere Unterzeichnerrunde kommen.

Letzteres soll jedoch nicht Blickpunkt der Betrachtung sein. Vielmehr habe ich einmal geschaut, wie die Macher – neben den Holzmedien – im Web zugange sind.

Gefunden habe ich eine Fanseite bei Facebook, die ziemlich anonym daher kommt und gerade einmal (Stand 25.08.10) 10 Anhänger bzw. Fans hat.

Und dann gibt es noch eine Website http://www.energiezukunft-fuer-deutschland.info/ , die laut Impressum von einem Verein unter Verantwortung einer Stephanie Schunk betrieben wird.

Dort haben (ebenfalls Stand 25.08.10) bislang 6387 Befürworter ihre Zustimmung hinterlassen. Die Website wurde von der Agentur Hung von Matt, Elbe – einem der Stammdienstleister von RWE – gestaltet.

Mein Fazit: Den Auftritt bei Facebook kann man als missglückten Versuch abhaken, sofern da nicht noch gravierendes geschieht. Und die genannte Info-Site ist im wesentlichen eine 1:1-Kopie des Print-Inserates.

Wenn man sich um die Energieversorgung der Zukunft ebenso wenig Gedanken macht, wie um die Ausgestaltung des „Energiepolitischen Appells“, dann bin ich schon fast geneigt, die Promi-Unterzeichner zu bedauern, die nicht aus den Reihen der Energiewirtschaft kommen.







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