Donnerstag, 5. November 2009

ADAC warnt vor fließendem Verkehr auf der Datenautobahn

Der ADAC kennt sich auf den Autobahnen in Europa und besonders in Deutschland fraglos gut aus. Weswegen es besonders in den Ferienzeiten regelmäßig Stauwarnungen gibt.

Bisher ist der Verein nicht auf Idee gekommen, zu verlangen, dass keiner mit dem Finger auf die gelben Engel zeigen darf. Dies wäre sicher auch etwas ungewöhnlich.

Nicht ungewöhnlich hingegen ist es für den ADAC, auf seiner Website per "Link-Policy" (schon den Begriff sollte sich der ADAC schützen lassen) die Verlinkung auf die Webseiten des Motorsportverbandes zunächst einmal zu verbieten.

Interessenten können allerdings einen Antrag stellen und wenn der ADAC gut gelaunt ist, wird der Verlinkung statt gegeben.

Zitat: "Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt der ADAC das nicht übertragbare Recht, die ADAC-Website in der Weise zu nutzen, dass ein Link auf die Homepage (http://www.adac.de oder http://pda.adac.de) gesetzt wird.

Das Einverständnis zur Linksetzung muss im voraus per Mail an mailto:adac-online@adac.de eingeholt werden. Der ADAC behält sich vor, die Seiten, auf denen der Link gesetzt werden soll, zu prüfen."

Quelle: ADAC / Wichtige rechtliche Hinweise

Hallo? Kann dieser Verein eine Beton- nicht von einer Datenautobahn unterscheiden? Wünscht der ADAC vielleicht noch ein Tempolimit beim Ansurfen der Website, sagen wir mal maximal 2000er Tempo?

Ich bin Heute mehr oder minder zufällig darüber gestolpert - und suchte irgend wo das Datum 01.04. - aber vergebens. Vielleicht hat sich jemand kurz & schnell einmal einen Scherz erlaubt? Negativ - die TAZ kommentierte dies bereits 2005. Ebenso der Schockwellenreiter.

Auf der Betonautobahn vertraue ich im Fall der Fälle der Kompetenz der gelben Engel (auch als Nichtmitglied). Im Gegenzug sollte sich der ADAC kompetente Partner für die Datenautobahn suchen. Gegenwärtig steht ihr, liebe ADACler, so deppert da, wie eure Mitglieder, die mit leer gefahrenen Tank eure Hilfe in Anspruch nehmen.

Noch ein kleiner Tipp: Einführende Literatur zum Thema Internet

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nur mal so zr Info:

Nach unserem Deutschen Gesetz, muss man vor jeder Linksetzung die Website auf legalität prüfen und auch die Eigentümer um Erlaubniss fragen.
Allerdings kenne ich kein Unternehmen, welches irgendwann mal wegen dieser kostenlosen Werbung eine Website Abgemahnt hat.

Stülpner hat gesagt…

Nur mal so zur Info:

Es gibt kein deutsches Gesetz, welches die Linksetzung von der Erlaubnis des Eigentümers abhängig macht.

Oder, wie RA Max-Lion Keller juristisch korrekt formuliert:

"Verlinkungen von Internetseiten sind grundsätzlich zulässig, solange die verlinkten Seiten keinen rechtswidrigen Inhalt aufweisen."

Quelle: http://tinyurl.com/ye3kmcq

Verlinkungen sind grundlegende Voraussetzung dafür, dass das Internet so funktioniert, wie wir es kennen. Dass dazu der Inhaber der verlinkten Seite um Zustimmung zu fragen ist, ist ein Märchen das verwunderlicher Weise also immer noch durch die Gegend geistert.

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