Montag, 10. August 2009

URL-Verkürzer - hilfreich, solange sie existieren

Kurz-URLs sind hilfreich. In Mailinglisten, wo lange URLs oftmals umgebrochene Lang-URLs nicht mehr klickbar sind, aber auch als aussagekräftige Titel und Weiterleitungen zum Beispiel zu einzelnen Webseiten oder Blogbeiträgen (fiktives Beispiel: moselwein.de.vu verlinkt zum Weinshop eines Winzers).

Nicht nur nötig, sondern quasi notwendig sind Kurz-URLs bei Twitter, wo ein Tweet (Beitrag) auf 140 Zeichen begrenzt ist. Twitter selbst nutzt bit.ly - viele externe Programme, die auf die Twitter-API aufsetzen, nutzen hierzu TinyURL.com, um lange URLs zu verkürzen. Manch ein Programm oder User weicht auf andere Anbieter aus.

Gerade bei Twitter, wo ein nicht geringer Teil der Beiträge Links auf Webseiten, Tutorials, Webseiten oder ähnliches sind, muss man sich fragen:

"Wie wertvoll ist das Archiv, wenn der URL-Verkürzer seinen Dienst einstellt?"

Diese Frage habe ich mir schon öfters gestellt, allerdings mehr in Hinblick auf die "Haltbarkeitsdauer" der Links. Nach dem nun bekannt wurde, dass der URL-Verkürzer tr.im das Handtuch wirft und gespeicherte URLs bestenfalls bis Ende des Jahres funktionieren, bekommt die Fragestellung eine gänzlich andere Dimension. Zwar ist das Internet deswegen nicht in Gefahr, aber viele Vernetzungen, Wissens- und Informationsquellen gehen damit verloren.

Wie lassen sich derartige Verluste vermeiden?

Bei schnelllebigen Links, zum Beispiel zu aktuellen Nachrichten, mache ich mir keine Gedanken. Für alle anderen URLs hingegen sollte gelten, diese bei Interesse zu bookmarken. Entweder lokal per Browser oder über einen Dienst wie Mister Wong, wo man die Themen noch wunderbrar verschlagworten kann. Bei der Gelegenheit (für die, denen die Option noch nicht bekannt ist): Die dort gespeicherten eigenen Lesezeichen lassen sich problemlos auf den eigenen Rechner exportieren.

Fazit: Kurz-URLs sind- von missbräuchlicher Verwendung einmal abgesehen - eine sehr hilfreiche Angelegenheit. Aber sie schaffen Abhängigkeiten. Ist der Anbieter erst einmal vom Markt verschwunden, ist meist nichts mehr zu retten. Das sollte man wissen, wenn man - als Sender oder Empfänger - URL-Verkürzer verwendet.







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