Samstag, 27. September 2008

Blogger und die Haftung

Wer ein Blog betreibt, freut sich im Regelfall über eine gute Resonanz auf seine Beiträge. Das Feedback erhält man dabei über die Kommentare. Ähnlich verhält es sich mit Websites und integrierte Gästebücher. Das Problem, welches auch bei Foren entsteht ist, wie es mit der Haftung für Kommentare oder Beiträge Dritter aussieht.

Das Landgericht Hamburg hatte jetzt in einem konkreten Fall Recht zu sprechen. Das Fazit: "Das Urteil des Landgerichts Hamburg bestätigt die gängige Rechtsprechung, nach der Betreiber von Plattformen im Internet - also etwa Blogs, Foren und Wikis - in der Regel erst dann für Beiträge Dritter haften, wenn sie davon Kenntnis erlangen. Darauf verlassen sollte man sich als Blogger oder Forenbetreiber allerdings nicht. Wer sich vor Abmahnungen und ärgerlichen Rechtsstreitigkeiten schützen will, sollte regelmäßig überprüfen, was in seinem Blog oder Forum von Dritten geschrieben wird.

Quelle und kompletter Bericht: www.computerbetrug.de

Soweit ist die Aussage klar. Nur: Wie ist die Rechtslage, wenn man generell Beiträge Dritter als Betreiber einer solchen Plattform moderiert? Meine diesbezügliche Umfrage unter Bloggern, kompetenten Internet-Usern und Juristen brachte kein verallgemeinerungsfähiges Ergebnis an den Tag. Nach dem Motto "es kommt immer auf den Einzelfall an" könnte man das Fazit ziehen, dass es ausreichend sein dürfte, bei der Moderation (also der Freigabe der Beiträge) den gesunden Menschenverstand einzusetzen.

Wenn eine Anleitung zum Bau einer Bombe geschickt als Kochrezept getarnt ist, wird es allerdings heikel. Muss der Moderator Insiderkenntnisse haben oder nicht? Dies ist nur ein (zugegeben) extremes Beispiel. Es soll nur verdeutlichen, wo die Probleme in der Moderation stecken.

Ich neige gegenwärtig eher dazu, eine Nichtmoderation zu bevorzugen. Und selbstverständlich "auffällige" Kommentare zu löschen. Werde ich dann von Anderen auf andere - mir nicht erkennbare - kritische Wortmeldungen hingewiesen, werden auch diese entfernt. Ich denke, dass man mit dieser Kombination seiner Verantwortung als Betreiber gerecht werden kann und sich juristischen Ärger weitest gehend vom Halse hält.





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Montag, 22. September 2008

Navigationssystem - die Halterung

Von Anfang an widerstrebte es mir, das Navi an die Frontscheibe zu pappen. Also suchte ich nach Alternativen. Eine davon ist die sogenannte Lüftungsgitterhalterung, die das Gerät einerseits aus dem Fensterblickwinkel rückt und gleichzeitig logisch in Nähe der Amaturenanzeigen positioniert. Auch ist das Navi dann nicht mehr so extrem der Sonne ausgesetzt. Es gab allerdings einige kritische Rückmeldungen in diversen Foren, was die Stabilität und Haltbarkeit anbelangt. Ich selbst hatte Bedenken, was den Sat-Empfang anbelangt.

Inzwischen fahre ich selbst mit dieser Variante seit mehreren Wochen gut - das Navi wackelt selbst bei Kopfsteinplaster oder anderen Bodenunebenheiten nicht. Aus meiner Sicht kommte es auf zwei Dinge an:

  1. Die Lüftungsgitter müssen maßlich zu dieser Halterung passen, sonst gibt es tatsächlich Frust;
  2. Die Ausformung des Amaturenbrettes ist insofern wichtig, ob die Halterung (wie an den nachfolgenden Fotos zu sehen) stabil aufliegt oder frei "in der Luft schwebt".








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myby.de



Sonntag, 21. September 2008

die Geschichte einer Domain - Domaingrabbing in Deutschland

Vorbemerkung: Diesen Beitrag hatte ich ursprünglich quasi als Echtzeitprotokoll in einem anderem Blog stehen. Das Ganze begann am Freitag, dem 14. März 2008, als ich plötzlich nicht mehr Eigentümer meiner Domain www.digitalpilot.de war. Der Ablauf nachfolgend im leicht editierten Originalposting...

Deutschland im Jahr 2008. Das Internet gibt es schon einige Jahre, die Guten wie die Bösen haben sich etabliert. Dass Deutschland inzwischen auch ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, will ich nachfolgend dokumentieren.

Was ist passiert?

Gegen 16:00 informiert mich mein Provider, dass meine Domain www.digitalpilot.de nicht mehr meine Domain ist. Die Information erhalte ich unterwegs per Rufweiterleitung aufs Handy.

Gegen 17:00, wieder im heimischen Büro, ist meine Domain zwar direkt noch erreichbar, der Denic-Eintrag jedoch sagt aus, dass meine Domain jetzt wie folgt eingetragen ist:

Ein Anruf bei der Denic bringt nichts außer dem Hinweis, das Problem mit dem Provider zu klären. Dieser ist seit dem telefonisch nicht mehr erreichbar. Wenigstens gelange ich noch per FTP in den Admin-Bereich und kann relevante Daten sichern…Die Domain indess steht, wie ich gegen 18:30 zur Kenntnis nehmen muss, zum Verkauf:

Sedo

19:00 Der Dispute-Antrag an die Denic ist abgesandt.

aboutus.jpg


19:45 Uhr Mailantwort vom Provider (Auszug):

Ich gehe davon aus, dass pointplus.de gelöscht werden sollte.

Wahrscheinlich. Das wird bei uns intern freilich auch nochmals sehr kritisch durchleuchtet werden müssen, wie das passieren konnte. Wahrscheinlich werden wir die Formalitäten erhöhen, um auf diesem Weg künftig mehr Sicherheit reinzubekommen. …

Ich gehe davon aus, dass uns der Dispute-Antrag gar nichts bringt, weil der viel zu lange dauert.

15. März 2008 Der aktuelle Stand - ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

who_is.jpg

Der aktuelle Stand am Sonntag, 16.03.08 um 18:00 Uhr

language="JavaScript1.1"
type="text/javascript"
src="http://www.contaxe.com/go/go.js?t=43&c=9579&query=computer%2Cdigitalkamera%2Cdslr%2Celektronik&rnd=1">


Meine Domain zeigt zwar noch zu Sedo, wird aber dort nicht mehr zum Kauf angeboten….

Stand 16.03.08

Stand 16.03.08, 22:00 Uhr

Während mir der ISP (das nennt man Internet-Service-Provider ;-) ) per Mail gerade schreibt, dass er meine Domain vom Grabber zurück erworben habe, zeigt der Denic-Eintrag nur eine Veränderung: Das Datum von Heute und den gleichen Inhaber wie zuvor.

Stand seit 17.03.2008, 17:00 Uhr

dpscreen.jpg


Mit anderen Worten: Die gekaperte Domain ist wieder in den richtigen Händen…

Vorausgegangen war ein

Subject : Re: [2008-03-17-00590] TRANSFER digitalpilot.de

Date : Mon, 17 Mar 2008 13:31:39 +0100

Ticket : 2008-03-17-00590

Action : TRANSFER

Domain : digitalpilot.de

Result : SUCCESS

Reason : transfer successful

NRC : 208040

Damit fand das Domaingrabbing nach drei Tagen (eigentlich innerhalb eines Werktages) ein Ende. Zurück geholt wurde die Domain von Domport, mehr dazu für Interessierte in einer abschließenden Linksammlung, die sich direkt und indirekt mit dem Thema befasst.

Dass diese Rückabwicklung möglich war, sehe ich darin begründet, dass “die Kartoffel inzwischen zu heiß” geworden war. Dank der Publikation hier und in der I-Worker-Liste sowie die Information aller Beteiligten bereits übers Wochenende über die Sachlage in Schriftform war die Domain schlichtweg unverkäuflich geworden.

Nun noch die von mir erwähnten thematisch weiterführenden Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/United_Internet#InterNetX

http://de.wikipedia.org/wiki/United_Internet#Sedo

http://www.gulli.com/news/domport-expired-domains-werden-2007-11-27/

http://board.gulli.com/thread/930284-domport-expired-domains-werden-nach-minuten-automatisch-registriert/

http://forum.df.eu/forum/showthread.php?t=47842

http://rotglut.org/nachricht,899,Wer+steckt+hinter+der+Open+Domains+Ltd

http://forum.df.eu/forum/showthread.php?t=47842&page=2



language="JavaScript1.1"
type="text/javascript"
src="http://www.contaxe.com/go/go.js?t=6&c=9579&query=computer%2Cdigitalkamera%2Cdslr%2Celektronik&rnd=1">


11 Antworten zu “die Geschichte einer Domain - Domaingrabbing in Deutschland”



  1. Dobschats Weblog Sagt:




    Und plötzlich war die Domain weg…


    Hallo, hier ist Ihr Provider, wir wollten Ihnen nur kurz mitteilen, dass Ihre Domain nicht mehr Ihnen gehört…

    So einen Anruf will keiner bekommen und viel interessanter ist die Frage, wie es sein kann, dass einem plötzlich und ohne Vor…




  2. pak Sagt:



    Na jo, damit jemand anderes die Domain grabben kann, muss sie zuvor gelöscht worden sein. Und davor muss deine Willenserklärung vorgelegen haben. Ansonsten hat dein Provider ein Problem.





  3. Matthias Mehnert Sagt:



    Letzteres ist der Fall. ;-(




  4. Lutz Sagt:



    Ich frage mich wie die Grabber so schnell von freien damains erfahren. Ich weiss von einer die bei 1&1 gehosteten domain wo das Paket im Januar 2008 zum Juni 2008(!) gekündigt wurde. Seit dem Zeitpunkt gehört die URL einen Grabber zuerst mit deutscher Adresse in München dann in England.



  5. Matthias Mehnert Sagt:



    Zum Beispiel durch Sites wie diese: http://www.zonespy.de/?p=new






  6. Carola Sagt:



    Hi!


    Ich drücke die Daumen …

    Der Domaininhaber ist ja “witzig”. Alan Shore ist doch der von James Spader in der Serie “Boston Legal” gespielte Anwalt. Soll das alles ein kruder Gag sein?

    die Carola





  7. Matthias Mehnert Sagt:



    Danke fürs Daumendrückem…

    In der Tat scheint man hier sehr kreativ gewesen zu sein. Wem die Serie nichts sagt:

    “Boston Legal handelt von dem Arbeitsalltag der hochangesehenen Bostoner Anwaltskanzlei Crane, Poole & Schmidt. Die Serie ist ein Ableger der in Amerika mit zahlreichen Awards ausgezeichneten Anwaltsserie Practice – Die Anwälte, die sich konsequent und kontrovers mit der unschönen Seite des amerikanischen Strafrechts auseinandersetzte. Boston Legal befasst sich dagegen sowohl mit Zivil- als auch Strafrecht und legt ebenso einen Schwerpunkt auf die skurrilen Charaktere.”

    Alan Shore. “Abgebrühter Anwalt mit einer Abneigung gegenüber Autoritäten und einer gewissen Aversion gegen gesellschaftliche Konventionen, Demokrat. Nach Außen gibt er gern den gefühlskalten Lakoniker, ist in Wirklichkeit aber ein äußerst gutherziger Mensch. Shore hat auch kein Problem damit, sich gegen die Interessen der Kanzlei zu stellen, wenn sie seiner Überzeugung widersprechen, was ihn insbesondere oft in Konflikt mit Paul Lewiston und Brad Chase bringt. Vor Gericht überrollt er seine Gegner vor allem mit fundierter Respektlosigkeit und genialer Rhetorik, ohne sich dabei selbst sonderlich ernst zu nehmen.”

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Boston_Legal




  8. Matthias Mehnert Sagt:



    Feedback: http://www.horstscheuer.net/article/id/85/domaingrabbing/


    Als ich dies gelesen habe lief es mir kalt und heiß den Rücken herunter. Einfach unfassbar




  9. Erzgebirge-ler Sagt:



    Glück auf!

    Ich habe mich schon ein wenig gewundert, warum digitalpilot.de plötzlich bei sedo auftaucht. …mein tiefstes Mitgefühl - Das will sicher niemand erleben. Aber das war noch Glück im Unglück. Wenn man 3 Tage nicht erreichbar wäre, dann ist der Vorgang bestimmt entgültig.


    Ähnliches wäre mir fast mit meienr .com Domäne passiert….





  10. anonym Sagt:



    wende Dich mal an fastix, den Betreiber der rotglut.org - falls noch nicht geschehen, wie ich wegen des Herzog-Zitats fast annehme.

    Der wird die über die Herren in der Quirinstraße mehr mitteilen können, die sind sozusagen amtsbekannt.




  11. Matthias Mehnert Sagt:




    Glück auf und Hallo!

    Danke für Meinungen und Tipps. Und was Quiringstraße 8 anbelangt, da bin ich inzwischen bestens im Bilde… ;-)

Freitag, 19. September 2008

Navigationsgeräte - Tests, Meinungen, Irritationen

Es ist irgend wie kurios: Zu jedem anderem Produkt kann man sich per Internet-Recherchen irgend wie eine Meinung bilden und anhand der Erfahrungsberichte orientieren. Was bei Spiegelreflexkameras, Notebooks und anderen Geräten mit etwas Aufwand funktioniert, klappt jedoch bei Navigationssystemen nicht: Egal, ob man bei amazon.de oder Testberichten bei quelle.de und Co - selbst bei dem in Insiderkreisen beliebten Forum pocketnavigation.de finden sich widersprüchliche Informationen zu den Navis diverser Hersteller.

Das kuriose dabei ist, dass man noch nicht einmal in technische Details gehen muss - während der Eine behauptet, Navi xyz halte bombenfest an der Frontscheibe, beschwert sich der Nächste darüber, dass selbiges Navi bei der ersten Bodenwelle im Sinne des Wortes abgestürzt ist...

Das sind nur "äußere Erfahrungen" der Meinungsbildner, von den Bewertungen der technischen Eigenschaften mag ich an dieser Stelle gar nicht reden, weil diese in den diversen Berichten doch sehr subjektiv sind und individuelle Handhabungsfehler nicht ausschließen.

Umso interessanter wird das ganze Thema jedoch, wenn man im Internet auf Blogs/Sites/Foren stößt, die sich intensiver mit diversen Navis befassen.

Es gibt - so scheint es - einfach keinen Konsens, was denn nun wirklich das bessere System ist: Dem einen ist die Helligkeit ausreichend, dem anderen die Lautstärke zu gering. Und umgekehrt. Die Tests in diversen Magazinen kann man ganz schnell vergessen: Diese scheinen direkt von den Anzeigeschaltungen der Anbieter abhängig zu sein. Nur ein Beispiel: im chip.de Test heißt es, dass es nicht schlimm ist, dass TomTom kein Bluetooth hat, beim Navgear findes es chip.de allerdings schlimm, dass kein BT vorhanden ist.

Weitere Beispiele dieser Art lassen sich bei Online-Recherchen schnell finden. Kurzum: Desto mehr man recherchiert, desto unsicher wird man bei der Entscheidung für ein Navi. Natürlich ist dies auch abhängig davon, welche Erwartungshaltung man selbst an ein solches Geräte hat: Soll es möglichst problemlos von A nach B navigieren oder wünscht man die "eierlegende Wollmilchsau", die Telefongespräche annimmt, sich mit dem Autoradion "kurzschließt" und mehr...

Mein Favorit war zuletzt das PNA Navigon 2110 max - bevor ich bei Pearl und danach bei eBay schaute... Das NavGear StreetMate GT-43-3D hatte es mir vom Preis her angetan, nur fand sich im Web kaum eine vernünftige Rezension zu diesem Gerät. Bis auf eine Blog-Site, wo ausführlich über das Gerät gesprochen wurde: duesiblog.de ...

Lange Rede, kurzer Sinn - inzwischen bin ich Besitzer genau dieses Gerätes und kann nach nunmehr über vier Wochen der Nutzung sagen, dass ich die Kaufentscheidung nicht bereut habe. Wenngleich manche mit Pearl, dem Gerät selbst und der Auslieferung der alter/neuer Geräte (der Unterschied liegt in der Prozessorleistung und in der Größe des Arbeitsspeichers) doch arge Probleme hatten/haben, bin ich davon verschont geblieben.

Das Gerät und seine Funktionen nochmals zu beschreiben, hieße Eulen nach Athen tragen - das hat Matthias im duesiblog in den FAQ zum Gerät schon bestens getan.

Was mir vor allem gefällt ist, dass man das Gerät bzw. die iGO8-Software seinen persönlichen Neigungen nach anpassen kann. Es gibt diverse Skins im Web, die Texte (Ansagen) sind modifizierbar u.a. mehr. Auch wenn das mehr "Spielerei" ist - es hat etwas...

Ich werde hier in loser Form meine Erfahrungen mit dem Gerät und der Software beschreiben, aber auch Tipps veröffentlichen, die mir weiter geholfen haben. Weiterführende Links zu legalen Bezugsquellen für das Feintuning und hilfreiche Informationen finden sich stets am Ende dieser Seite.

1. Thema: Die Halterung




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Ergänzende Links

duesiblog.de - Erfahrungsaustausch zur NavGear-Serie

duesiblog.de - FAQ zur NavGear-Serie

i-go8.com - Skins, POIs, Stimmen zu iGO8

artwork-igo8.blogspot.com - weiteres "Tuningmaterial" wie zuvor




myby.de



Gravenreuth 14 Monate im Knast !?

Inzwischen ist die Meldung durch alle Medien und die Web-Gemeinde jubelt: Der als Abmahnanwalt bekannt gewordene Münchener Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth ist vor Gericht der Berliner Tageszeitung taz erneut unterlegen. Das Berliner Landgericht wies eine Berufung Gravenreuths gegen ein Urteil des Amtsgerichts zurück. Der Münchener soll nun für 14 Monate in Haft.

Die jüngeren Onliner werden nur Gravenreuths Aktivitäten im Internet kennen, dabei hat er bereits in den 80er Jahren für Schlagzeilen gesorgt, als er in Computermagazinen unter Mädchennamen zum Tausch von Computerspielen aufforderte, um anschließend die Tauschwilligen abzumahnen. Mehr dazu und über Grafenreuth selbst findet sich bei Wikipedia. Diese Quelle will sich der Freiherr nach eigenem Bekunden einmal näher anschauen und vermutlich plant er hier die nächste Abmahnung.

Interessant und pikant gleichermaßen ist, dass er u.a. einen Vortrag zu "„Software-Piraterie“, vor Beamten des Bundeskriminalamtes, Landeskriminialämter und Staatsanwälten, insbesondere aus Schwerpunktstaatsanwaltschaften" hielt - zu einer Zeit, als er sich schon einen "Namen" gemacht hatte...

Die Berichterstattung zur aktuellen Verurteilung ist in den Medien leider nicht konform, was zu Irritationen und Falscheinschätzungen führt. Richtig ist, dass Gravenreuth im aktuellen Fall zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde. Die bisherigen Urteile auf Bewährung ergeben dann das Strafmaß von 14 Monaten. Fakt ist ebenso, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Und der Freiherr hat bereits angekündigt, in Berufung zu gehen: Gravenreuth bestätigte Golem.de, dass er Revision eingelegt habe. "Dann möge man klären wie das im Widerspruch zu mehreren BGH-Entscheidung stehende Urteil Bestand hat."
Quelle: golem.de

Für besonders interessant und lesenswert halte ich das Interview, was der erfolgreiche TAZ-Anwalt Johannes Eisenberg bei heise.de gegeben hat. Es macht keinen Sinn, zusammenhangslos aus diesem Interview zu zitieren. Von daher kann ich jedem Interessierten nur raten, sich die Zeit zu nehmen und dieses Gespräch mit Johannes Eisenberg selbst nachzulesen.

Bleibt zu hoffen, dass die Münchener Rechtsanwaltskammer ihn auf ewig die Lizens zum Abmahnen, also die Zulassung als Anwalt, entzieht...





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Dienstag, 9. September 2008

Beck's Newsletter

Da war ich doch Heute leicht überrascht, als ich nach dem Politzirkus vom Wochenende eine neue Mail in der Inbox hatte:


Aha, dachte ich mir so, der Beck gibt nicht auf. Nicht schlecht, das Volk über diese modernen Kommunikationswege zu informieren, was da in der SPD so schief läuft.

Und der erste Satz klang schon einmal verheißungsvoll:


Hallo Stülpner,

dieser Herbst wird alles andere als trist und grau! Die Beck’s Events sorgen für Stimmung!



Nun gut - Wahlveranstaltungen in Hessen als "Events" zu bezeichnen, ist sicher Geschmackssache, war mein zweiter Gedanke...

Aber dann:

Allen voran die Beck’s Gold Ruhrnächte 2008: an drei außergewöhnlichen Locations
präsentieren sich internationale Top-Acts live auf der Bühne.


Beck an der Ruhr? Oder fehlt nur das entscheidende "Auf" bei diesem Wort? Jetzt wurde ich neugierig und scrollte weiter.

Da machte es "Klick" und mir wurde klar, dass es hier nicht um Wählerstimmen für die SPD ging, sondern um das Reinheitsgebot. Und das findet man bekanntlich nicht mehr in der Politik, sondern leider nur noch bei den Bierbrauern in Deutschland.

Prost!




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