Mittwoch, 30. Juli 2008

Adidas und die Quantentheorie

Wer jetzt eine wissenschaftliche Abhandlung erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein: Als "Quanten" bezeichnet man in meinem Sprachraum volkstümlich die Schuhe...

Und um genau diese geht es bekanntlich bei Adidas. Ein Unternehmen, dass bislang in China hat kostengünstig produzieren lassen. Doch die Zeiten haben sich geändert, wie das Management des Unternehmens feststellt: "Die von der Regierung festgelegten Löhne würden allmählich zu hoch".

China wird wohl künftig statt als Produktionsstandort nur noch als Absatzgebiet eine Rolle spielen - die Manager denken global und haben schon kostengünstige Fertigungsstätten ausgemacht, so zum Beispiel in Laos, Vietnam, Kambodscha und in Indien. Dass die Produktion nach Deutschland zurückkehrt, wird seitens des Unternehmens ausgeschlossen: "Ein in Deutschland produzierter Sportschuh würde im Laden rund 500 Euro kosten".

China als Land der Konsumenten - dazu passt, dass Adidas einer der größten Sponsoren der Olympischen Spiele in der Hauptstadt Peking im August ist. Noch Fragen?

Quelle: manager-magazin.de





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Dienstag, 29. Juli 2008

Aldi in Frühlingslaune

Nein, das ist kein verspätet ausgelieferter Beitrag, sondern bezieht sich auf den Newsletter von Aldi vom 28. Juli diesen Jahres:

Jetzt bin ich doch etwas verunsichert: Will mir der Discounter alte Blumen aufschwatzen oder weiß er, dass ich nicht immer spontan bei Angeboten zuschlage und macht für mich schon Werbung für den nöchsten Frühling?

Wie auch immer - mit den Frühlingssträußen kommt Aldi mir aktuell gerade unpassend. Und das dürfte nicht unbedingt an mir liegen...

Montag, 28. Juli 2008

Schwarzes Loch statt Sommerloch?

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider (LHC) der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) will - dem Vernehmen nach im August - ein Experiment starten, dass sehr umstritten ist.

Bei diesem Experiment werden in einem rund 27 km langen Ringbeschleuniger (LHC) Protonen auf eine Energie von rund 7 Tera-Elektronenvolt (TeV) beschleunigt und auf Protonen, die auf die gleiche Energie beschleunigt wurden, geschossen. Experimente mit derartigen in Beschleunigern erzeugten hochenergetischen Protonen sind bisher noch nicht gemacht worden und sind auch gegenwärtig nur bei CERN möglich. Es wird für möglich gehalten und ist sogar erwünscht, dass bei diesem Experiment u.a. auch kleinste "Schwarze Löcher" entstehen. Nach den derzeitigen theoretischen Kenntnissen zerfallen die dabei entstandenen kleinsten "Schwarzen Löcher" innerhalb von Sekundenbruchteilen. Kritische Wissenschaftler hingegen halten es für möglich, dass ein schwarzes Loch entsteht, dass sich in die Erde einnistet und die Erde in relativ kurzer Zeit auf die Größe von einem Zentimeter reduziert.

Man spricht von etwa 50 Monaten, die es dauern würde, bis ein außer Kontrolle geradenes schwarzes Loch die Erde "aufgefressen" hätte. Das Problem - so die Kritiker der Experimente in CERN - ist, dass ein solches schwarzes Loch nur "fressen", aber nicht abnehmen kann. Und zwar nicht linear, sondern exponentiell.

Entgegen aller sonstigen Verschwörungstheorien zu diversen Themen ist es hier aus meiner Sicht schon bedenklich, dass man sich in CERN auf Experimente einlassen will, bei denen Versuch & Irrtum im Fall der Fälle nur ein einziges Mal funktioniert.

Weiterführende Links:

golem.de - Interview: Chaos, Verschwörung, schwarze Löcher

n-tv.de - Schwarzes Loch frisst Erde

3sat.de - Chemiker befürchtet Schwarze Löcher durch das Cern

drillingraum.de - CERN und Schwarze Löcher

Sicherheits-PDF von CERN auf Deutsch


Fernsehbeiträge:

http://www.3sat.de/webtv/?nano_080709_forschung_und_verantwortung_2.rm

http://de.truveo.com/Abenteuer-Wissen-vom-2-Juli-2008/id/3837507644

Dokumentation der Klage in Amerika:

http://www.lhcdefense.org/



Donnerstag, 24. Juli 2008

100jährige Speicherkarte von ScanDisk

Während bisher das Augenmerk der Speicherkartenhersteller darauf lag, möglichst viele Schreib-/Lese-Vorgänge zu garantieren, geht ScanDisk jetzt einen anderen Weg: Das Speichermedium (geplant ab 128 MB) soll nur einmal beschreibbar sein, dafür aber eine Haltbarkeit von 100 Jahren haben.

Meine Meinung: Das Ganze klingt ja erst einmal nicht schlecht. Die Frage ist nur, ob jemand garantieren kann, dass es in 100 Jahren (oder auch schon in 25) noch Kartenleser gibt, welche diese "SD Worm Card" lesen kann. Denn: Ansonsten nutzt die garantierte Haltbarkeit der gespeicherten Daten herzlich wenig.

Und wer die Lebenszyklen diverser Speichermedien der Vergangenheit miterlebt hat (z.B. 5,25" Diskette, diverse Bandlaufwerke...), wird schnell zu einer eher skeptischen Bewertung finden.

Quelle: onlinekosten.de




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Mittwoch, 2. Juli 2008

Digitale Bilderrahmen: mehr Flop als Top

Anfangs waren Hersteller und Händler ziemlich euphorisch, was die Umsatzerwartungen bei digitalen Bilderrahmen anbelangte. Inzwischen ist eine gewisse Ernüchterung eingetreten und die Zahlen wurden nach unten korrigiert: Weitaus weniger Käufer als erwartet stellen sich ein weiteres Display in die Wohnung.

Zwar gibt es immer wieder Versuche, durch mehr oder minder ausgefallene Technik - wie beispielsweise die integrierte SIM-Karte zum Empfang von MMS - Kunden zu begeistern, aber das Geschäft geht schleppend.

Realistisch betrachtet ist das auch kein Wunder: Inzwischen haben die meisten Technik ambitionierten Zeitgenossen Notebook, Flachbildschirme am PC, TFT-Fernseher, Navigationsgeräte, Video- und MP3-Player, Handy etc., mit denen sich Fotos anzeigen lassen.

Und die Oma von gestern, die sich einen solchen digitalen Bilderrahmen aufs Nachtschränkchen stellt, ist inzwischen die Silversurferin von heute, die sich die Bilder ihrer Enkel per Mail schicken lässt...

Kurzum: Irgend wie kann man für diese Produkte keine wirkliche Zielgruppe ausmachen. Da nützt es auch nichts, wenn bei idealo.de bei der Vorstellung eines Agfa-Rahmens fast schon schwärmerisch von einem "Multifunktionsgerät" gesprochen wird.

Fast schon zum Schmunzeln ist - in Anbetracht des Display mit einer Diagonale von 7,6 cm - der Satz: "Man kann sich nicht nur musikalisch wecken lassen, sondern auch ganz sanft durch heller werdendes Licht, welches vom Mini-Bildschirm ausgestrahlt wird."

Sicher, sicher: Wer vom Licht dieses Displays aus seinen Träumen geweckt wird, den kann auch eine niesende Fliege wecken. Nichts für ungut: Aber um mich per Licht zu wecken, bedarf es schon "etwas" mehr Licht. Und ich denke, vielen Anderen geht es ähnlich.

Mein Fazit: Ob 90 (wie bei dem verlinkten Agfa-Produkt) oder 150 Euro - das Geld ist anderswo besser ausgegeben. Bei Fotos fällt mir sofort ein kreativ gestaltetes, gedrucktes Fotobuch ein. Für das Geld bekommt man schon drei bis fünf davon. Und dieses kann man - unabhängig von digitalen Speichermedien - auch in 50 Jahren noch anschauen. Doch das ist schon wieder ein anderes Thema...

Foto: Agfa






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