Donnerstag, 26. Juni 2008

Roster gewinnt gegen Döner, UEFA-TV im Abseits

Was war das Gestern für ein Spiel: Aufregung pur bis zur letzten Minute. Und das nicht nur wegen der Zitterpartie aus fussballerischer Sicht. Letztlich hat Deutschland mit etwas Glück den Einzug ins Finale geschafft.

Noch mehr gezittert haben wohl die TV-Verantwortlichen ob der mehrfachen totalen weltweiten Bild- und Tonausfälle des so genannten International Broadcast Centre - der zentralen Empfangs- und Sendestation aller Video- und Audiosignale in Wien - die dann zu Radioreportagen auf dem Niveau der 60er Jahre führten.

Und dies in einer Zeit, wo man dem Verbraucher das Handy-TV schmackhaft machen will. Dass es bis zur EM 2008 nicht gelungen ist, die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Blitzschlag und Gewitter hin und her - der Hauptgrund für dieses Dilemma ist das Bildübertragungsmonopol, das die UEFA an sich gerissen hat. Lediglich die sich unabhängig fühlenden Schweizer sendeten fröhlich weiter und wurden dann über Strecken dankbar als Bildquelle vom ZDF genutzt.

Informationsdirektor Elmar Oberhauser vom ORF sagte bereits vor diesem Live-Gau: "Es kann nicht sein, wenn eventuell etwas passieren würde und wir können das nicht herzeigen."

Wie wäre es, wenn die Sender wieder wie früher ihre eigenen Ü-Wagen zu den Stadien schicken und eine vernünftige Live-Übertragung gewährleisten? Erst, wenn diese Hausaufgaben gemacht sind, sollte man sich Gedanken über I-Net-Streaming und Handy-TV machen. Aber bitte ohne UEFA-Monopol...




Mittwoch, 18. Juni 2008

Testmails senden ohne zu nerven

Wie man seine Mail-Einstellungen testen und Problemen auf die Spur kommen kann - dazu gibt es einen Tipp bei digitalpilot.de .

Sicher interessant für alle, die sonst immer Freunde und Bekannte "nerven"...

Montag, 2. Juni 2008

Schäuble lud und keiner kam...

Heute war also der Tag, wo Minister Schäuble die Telekom-Branche zum Erfahrungsaustausch eingeladen hatte. Dumm gelaufen nur, dass fast keiner die Einladung zum Plausch bei Eistee und Keksen angenommen hat. Vielleicht lag es an dem etwas zu abschreckenden Text: "Es soll erörtert werden, wie der Datenschutz in Unternehmen wirksam realisiert werden kann und welche Maßnahmen dazu beitragen können"

Wobei sich die Frage stellt, weshalb Lidl nicht auch auf der Einladungsliste stand...

Irgend wie habe ich den Verdacht, dass der Minister etwas neidisch auf die Privatwirtschaft blickt, die einfach macht, was er gern wollte. Gut: Bei Lidl ist es schief gelaufen. Aus meiner Sicht aber aus einem anderen Grund: Die haben ihre Überwachungspraktiken einfach falsch verkauft: Hätte man behauptet, dies diene der Terrorbekämpfung und kontrolliert wurde nur, ob nicht wer irgend wo eine Bombe versteckt - es hätte keine solch heftigen öffentlichen Diskussionen gegeben...

Nun müssen Bundesnachrichtendienst, das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Militärische Abschirmdienst selbst sehen, wie sie die Republik unter Kontrolle bekommen. Einen Ansprechpartner haben sie zumindest - die Berliner Datenauswertungsfirma Network.Deutschland, die Rechnungen in Millionenhöhe an die Telekom gestellt hat.

Besonders pikant: Laut Financial Times Deutschland haben auch ehemalige Stasi-Mitarbeiter für die Telekom Journalisten überwacht. Agenten der Berliner Wirtschaftsdetektei Desa Investigation & Risk Protection sollen nach den Angaben das Redaktionsbüro des damaligen FTD-Chefreporters Tasso Enzweiler mit versteckter Kamera ausgeforscht haben. Geschäftsführer und Firmengründer der Desa sind Frank Hendrik J. und Klaus-Dieter B., beide waren früher bei der Spionageabwehr der Stasi beschäftigt, so das Blatt weiter.

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