Sonntag, 10. Juni 2007

Tauschbörsen im Web - es geht auch legal

Das Prinzip ist uralt: Ich habe etwas, was ich nicht (mehr) brauche und suche etwas, was ich noch nicht habe. Treffe ich auf den richtigen (Tausch-)Partner, wird der bargeldlose Austausch diverser Ding möglich.

Gerade im Internet ist dieses Prinzip allgegenwärtig, wobei an dieser Stelle nicht von illegalen Musiktauschbörsen gesprochen werden soll. Denn es gibt genügend Online-Marktplätze, auf denen Bücher, DVDs, Kindersachen und andere Dinge den Besitzer wechseln.

Da nicht immer Artikeln gleichen Wertes gegeneinander getauscht werden, müssen virtuelle Währungen zum Ausgleich herhalten. Dass Versandkosten anfallen, ist wohl klar. Aber darüber hinaus sind - je nach Anbieter - weitere Kosten zu berücksichtigen, wie Transaktions- und/oder Mitgliedsgebühren.

Das Risiko, für eigene Originale plötzlich Raubkopien einzutauschen, ist relativ gering, da durch die erwähnten virtzuellen Ersatzwährungen der Anreiz für die schwarzen Schafe gering ist - diese sind zumeist auf das schnelle (Bar-) Geld aus.

Eine spezialisierte Börse ist www.tauschmonster.de, wo Artikel rund um das Kind angeboten werden. Es finden sich neben Spielzeug und Freizeitartikel auch Kleidung und anderes mehr. Verlangt werden pro Jahr zwölf Euro Mitgliedsgebühr und pro Tausch zwei "Tauschtaler“ jeweils von Anbieter und Empfänger, was umgerechnet je 20 Cent sind.


Ein quantitativ umfangreicheres Angebot hat www.hitflip.de aufzuweisen, der Testsieger unter den Tauschbörsen bei ComputerBild. Mitglieder von hitflip brauchen lediglich ISBN- oder EAN-Code des zu tauschenden Artikels einzugeben, wodurch automatisch eine Beschreibung aus der Produkt-Datenbank hinzugefügt wird. Anhand aktueller Preise legt das System zudem fest, wie viele Verrechnungseinheiten der Besitzer für den Artikel erhält.

Gesuchte Artike landen auf einer Wunschliste - sind sie nicht vorrätig, werden die Nutzer in eine Warteschlange eingereiht. Jeder Tausch kostet den Empfänger neben Flips auch jeweils 99 Cent Transaktionsgebühr, der Versender zahlt Porto und Verpackung. Falls ein Tausch schief geht, bietet die Plattform eine Rückerstattungs-Garantie. Die virtuelle Währung zum Ausgleich nennt sich hier Flips - einer kostet 5,99 Euro, zehn 49,99 Euro.


Als die grösste kostenlose Tauschbörse in Deutschland bezeichnet sich www.tauschticket.de, die fast 80 000 Mitglieder zählt. Mit über 800.000 Artikeln bietet diese Börse die größte Auswahl. Die Nutzer können hier selbst bestimmen, wie viele "Tickets“ sie pro Medienprodukt verlangen.

Auch hier erleichtert eine Datenbank das Einstellen der Angebote. Für viele Tauschvorgänge und positive Bewertungen vergibt das Portal Bonustickets. Ein Forum, in dem auch direkt getauscht werden kann, ergänzt die Webseite.

Mit den drei exemplarisch vorgestellten Online-Tauschbörsen ist das Angebot im Web auch im deutschsprachigem Raum keineswegs erschöpft. Egal, wie man sich entscheidet - wichtig ist ein genauer Blick in die Teilnahmebedingungen. Bei kleineren bzw. neuen Projekten sollte man genau überlegen, ob man sich ein virtuelles Guthaben anlegt. Denn: bleiben die Mitglieder aus und scheitert das Projekt, bleibt man unter Umständen auf seinem Tauschguthaben sitzen.

Berücksichtigt man dies, können Online-Tauschbörsen durchaus eine Alternative zu eBay & Co. sein.



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