Donnerstag, 28. Juni 2007

Blogger im Visier der Abmahner

Inzwischen hat auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries erkannt, dass die Abmahnungswelle im Web ein Problem ist. Sie hat eine Initiative im Bundestag gestartet, mit der bei Urheberrechtsverletzungen in nichtkommerziellen Blogs die Kosten begrenzt werden sollen: Die erste Abmahnung soll dann mit höchstens 50 Euro zu Buche schlagen.

Jedoch sollten sich Website-Betreiber und Blogger nicht zu früh freuen: Bereits eine einzige Werbeanzeige reicht aus und diese Begrenzung greift nicht mehr.

Die taz widmet diesem Problem einen Beitrag, in dem einige Beispiele für Abmahnungen benannt werden, so die Verwendung eines Brötchenfotos durch einen Blogger aus einem Internet-Kochbuch. Streitwert: 6.000 Euro. Anwaltskosten: etwa 700 Euro.

Ähnlich problematisch ist die Verwendung von MP3-Files oder die Veröffentlichung von Liedtexten - um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Urheber- bzw. Nutzungsrechte zu beachten ist ein erster, wichtiger Schritt, um Abmahnungen zu vermeiden.

Dazu kommen sogenannte Verletzungen der Persönlichkeitsrechte, die nicht durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sind. Darüber hinaus gibt es noch den Unterschied zwischen Tatsachenbehauptung und persönlicher Meinung.

Der o.g. Beitrag geht detailierter auf die Thematik ein, darüber hinaus hilft eine Google-Suche, beispielsweise nach "onlinerecht", weitere hilfreiche Quellen zu finden.









www.vgm.de


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