Dienstag, 29. Mai 2007

Spiel mit den Gedanken

Was pressetext.at als Sensation bezeichnet - die Steuerung von Videospielen und Computer per Gedanken - löst in mir gewisse Befürchtungen aus. "Die Bedienung von Computern soll natürlicher und eine nahtlose Erweiterung unseres Willens werden", wird Nam Do, einer der Unternehmensgründer von Emotiv, zitiert.

Bekanntlich sind die Gedanken frei. Werden sie jedoch genutzt, um Aktivitäten auszulösen, so sind der Kreativität im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Die Kaffeemaschine, per USB-Schnittstelle mit dem PC verbunden, könnte bei dem Gedanken an einem frischen Kaffee urplötzlich anfangen, eine Tasse des Heißgetränkes zu brühen. Die Angst dass Windows abstürzt, könnte dazu führen, dass sofort ein Systemcheck durchgeführt wird. Denkt man an die fällige Einkommenssteuererklärung, öffnet sich prompt das Eingabeformular der Steuersoftware. Überlegt man, wie (über-) fällige Rechnungen zu begleichen sind, pappt bei einem Defizit auf dem eigenen Konto Google sofort 10 Anbieter von Krediten auf den Bildschirm...

Das sind alles in allem noch "harmlose" Beispiele für eine mehr oder minder sinnvolle Nutzung. Da, wie erwähnt, die Gedanken frei sind, kann sich jeder ein Horrorszenario ausmalen, was denn im Fall der Fälle alles möglich wäre. Läuft plötzlich ein Pornofilm ab - und das auch noch während der Arbeit im Büro, erscheint plötzlich ein ein Asylantrag für Dubai auf dem Monitor?

Mit ein wenig Phantasie lassen sich diese Vorstellungen beliebig fortsetzen. Da wirkt es fast beruhigend, dass der Bericht mit der Feststellung endet: "Viele Forscher zeigen sich trotz Demonstrationen auf einer Messe eher skeptisch, ob das junge Unternehmen auch wirklich halten kann, was es verspricht."








Tankgewinnspiel.com






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