Samstag, 26. Mai 2007

Second Life als Kontaktbörse - und die Fakes mitten drin

Second Life sieht sich als internationale Kontaktbörse - eines der Hauptmotive der Nutzer, sich in die virtuelle Welt einzuloggen, soll die Möglichkeit sein, Menschen auf der ganzen Welt kennenzulernen.

Nach einer Umfrage der Handelshochschule Leipzig verbringen 30 Prozent der User über 20 Stunden pro Woche in Second Life. "Dieses Ergebnis hat uns doch überrascht. Sehr viele der Befragten verbringen tatsächlich eine sehr lange Zeit in der virtuellen Welt", sagt Kathrin Jung, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Kirchgeorg.

Dabei liegt das durchschnittliche Alter der Nutzer bei 29 Jahren und somit nahe am künstlichen Alter der Avatare, dass im Schnitt bei 27,5 Jahren angesiedelt ist.

Neben dem Kontakte-Knüpfen ist vielen auch das Ausleben von Kreativität in Second Life besonders wichtig. Reine Langeweile und das Vergessen der Realität ist laut Umfrage kein wirklicher Beweggrund zur Nutzung von Second Life. "Dennoch wird es spannend sein, genauer anzuschauen, was hinter jenen wenigen Personen steckt, die aus Gründen der Realitätsflucht in Second Life aktiv sind", fügt Jung hinzu.

Etwa 19 Prozent der Befragten präsentieren sich in dem Paralleluniversum so, wie es ihren Träumen und Wünschen entspricht. Ein wesentlich größerer Teil zieht es vor, sich komplett anders darzustellen als sie in der Realität sind.

Daraus ergibt sich für mich die spannende Frage, wie die erwähnten geknüpften Kontakte aus der virtuellen Welt in das "First Life" übernommen werden. Wenn aus den Superbody-Atavaren plötzlich eine magersüchtige Hausfrau und ein Student mit Bierbauch werden, dürfte das reale Date entweder mangels Wiedererkennung erst gar nicht stattfinden oder aber ein unvorhergesehenes schnelles Ende finden...




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