Donnerstag, 3. Mai 2007

Die Weblins kommen

Zweitgeist (nein, kein Tippfehler...)nennt sich das Unternehmen, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, das Web individueller zu gestalten. Grundidee: Jeder Internet-Nutzer gestaltet seinen Avatar, also die Figur, die beim Surfen im Web am unteren Bildschirmrand sichtbar ist.

Durch eine Kooperation mit Microsofts Web-Telegrammdienst Windows Live Messenger sollen möglichst viele Weblins gewonnen werden - zur Zeit gibt es in Deutschland sieben Mio. Menschen, die das Zweitgeist-Angebot nutzen.

Doch Zweitgeist will mehr: "Wir streben die gleichen Dimensionen an wie ICQ", erklärt die Geschäftsführerin Christine Stumpf gegenüber der Financial Times Deutschland. Dabei will das Unternehmen nicht mit "Secound Life" verglichen werden, da es überall im Internet möglich ist, mit Weblins zu kommunizieren. "Richtig Spaß macht es dann, wenn man viele Leute trifft", meint Stumpf. Zweitgeist erwartet, dass sich das virtuelle dem echten Leben angleichen wird. Avatare werden sich demnach in virtuellen Bars treffen und in virtuellen Geschäften zusammen shoppen gehen.

Weblins können fotoähnliche oder dreidimensionale, bewegte Figuren sein. Man kann ein Abbild von einem selbst verwenden, ist aber natürlich nicht dazu verpflichtet. Wer als normaler Surfer im Internet unterwegs ist, kann die Avatare nicht sehen und nicht mit ihnen kommunizieren. Nur Weblin-Nutzer mit entsprechender Software sehen die kleinen Figuren, die sich in einer Art Internet-Parallelwelt aufhalten.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Idee durchsetzt. Oder ob sich auch hier - wie bei "Secound Life" hinter vielen Avataren Journalisten, auf der Suche nach dem Besonderen, verbergen. Zumindest sind die technischen Zugangsbarrieren nicht so hoch, wie bei Secound Life. Um als Weblin durch die Weiten des WWW zu geistern, wird das Betriebssystem Windows 2000/XP oder höher, ein Prozessor mindestens 800 MHz, sowie mindestens 10 MB Festplattenplatz benötigt.

Hier geht es zur Weblin-Rekrutierung...

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