Mittwoch, 30. Mai 2007

ARD und ZDF: Ausstieg aus Tour de France?

Laut Focus Online denken ARD und ZDF über einen Ausstieg aus der Berichterstattung von der Tour de France nach - wenn nicht in diesem Jahr, dann für 2008: "„Wir werden die Option zur Vertragsverlängerung nicht wahrnehmen, bevor wir sicher sein können, dass Doping bei der Tour de France keine Chance mehr hat", so ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender am Mittwoch. "Darüber sind wir uns mit der ARD einig."

Ich finde: Ein Schritt in die richtige Richtung. Mit der logischen Konsequenz, die eingesparten Gelder (und es gibt noch mehr Sparpotenial) zu einer Gebührensenkung führen müssen. Zumindest aber zur Aufhebung der sinnbefreiten Regelung über "neuartige Rundfunkgeräte" (das Thema GEZ wurde hier bereits besprochen).

Wie aus einer anderen Zeit wirkt da die optimistische Pressemitteilung für Werbetreibende vom 21. Mai, in der behauptet wird: ""Die Tour de France ist und bleibt der beliebteste Radsportklassiker" (Michael Lina, Leiter TV-Marketing bei AS&S).

Das klingt eher wie das Pfeifen im Wald bei Angst - ist doch vielen Deutschen die Lust am Radsport gehörig verleidet...



Lisa: Wer soll dein Herzblatt sein?

Wer meint, es geht um die von Rudi Carrell erstmals 1987 moderierte Show in der ARD, liegt falsch. Aber um Holländer geht es dennoch - um den TV-Sender BNN, welcher "De Grote Donorshow", übersetzt "die große Spendershow", produziert vom Medienkonzern Endemol, am Freitag ausstrahlen will.

Was unter der Schutzbehauptung der "Sensibilisierung der Menschen für die Problematik Organspende" konzipiert ist, ist nicht mehr und nicht weniger als eine makabere Gameshow, bei der die Zuschauer und letztendlich die Spenderin Lisa, welche die endgültige Entscheidung zu treffen hat, über Tod oder Leben von drei Menschen bestimmen.

Den drei Kandidaten kann man keinen Vorwurf machen - sie tun dass, was wohl jeder in einer solchen Situation tun würde: Sie nutzen die Chance, die mit 1:3 höher ist, als auf der offiziellen Warteliste. Was in der todkranken 37jährigen Lisa vorgeht, können wir Nichtbetroffenen wohl nicht einmal erahnen und sollten uns mit Schuldzuweisungen zurück halten.

Voll in der Verantwortung hingegen stehen Endemol und vor allem der Sender, der sich über alle Proteste bislang hinweg setzt und an der Ausstrahlung festhält. Der Sender hat ein nicht zu unterschätzendes Vertrauen in der Politik und Bevölkerung, doch Endemol ist schon in der Vergangenheit mit Blick auf die Quote nicht gerade feinfühlig vorgegangen. Eine gute Quote ist der Sendung am Freitag sicher, denn noch nie zuvor wurde im holländischen Fernsehen so heftig über anderthalb Stunden im Abendprogramm gestritten.

Damit - so könnte man schlussfolgern - wäre das Ziel als vermeintliches Anliegen eigentlich schon erreicht und man könnte die Show absetzen und durch eine gut gemachte Dokumentation ersetzen. Beispielsweise darüber, wie die reguläre Spendenpraxis ist, wie mit Spendern und Organen im Fall der Fälle umgegangen wird und warum es überlegenswert ist, sich als Spender zur Verfügung zu stellen.

So, wie es jetzt aussieht, werden sich Spender fragen müssen, ob ihre Organe eines Tages in der Lotterie verlost werden. Und damit wird die Behauptung der Verantwortlichen über das humane Anliegen Ad Absurdum geführt.



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Dienstag, 29. Mai 2007

Spiel mit den Gedanken

Was pressetext.at als Sensation bezeichnet - die Steuerung von Videospielen und Computer per Gedanken - löst in mir gewisse Befürchtungen aus. "Die Bedienung von Computern soll natürlicher und eine nahtlose Erweiterung unseres Willens werden", wird Nam Do, einer der Unternehmensgründer von Emotiv, zitiert.

Bekanntlich sind die Gedanken frei. Werden sie jedoch genutzt, um Aktivitäten auszulösen, so sind der Kreativität im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Die Kaffeemaschine, per USB-Schnittstelle mit dem PC verbunden, könnte bei dem Gedanken an einem frischen Kaffee urplötzlich anfangen, eine Tasse des Heißgetränkes zu brühen. Die Angst dass Windows abstürzt, könnte dazu führen, dass sofort ein Systemcheck durchgeführt wird. Denkt man an die fällige Einkommenssteuererklärung, öffnet sich prompt das Eingabeformular der Steuersoftware. Überlegt man, wie (über-) fällige Rechnungen zu begleichen sind, pappt bei einem Defizit auf dem eigenen Konto Google sofort 10 Anbieter von Krediten auf den Bildschirm...

Das sind alles in allem noch "harmlose" Beispiele für eine mehr oder minder sinnvolle Nutzung. Da, wie erwähnt, die Gedanken frei sind, kann sich jeder ein Horrorszenario ausmalen, was denn im Fall der Fälle alles möglich wäre. Läuft plötzlich ein Pornofilm ab - und das auch noch während der Arbeit im Büro, erscheint plötzlich ein ein Asylantrag für Dubai auf dem Monitor?

Mit ein wenig Phantasie lassen sich diese Vorstellungen beliebig fortsetzen. Da wirkt es fast beruhigend, dass der Bericht mit der Feststellung endet: "Viele Forscher zeigen sich trotz Demonstrationen auf einer Messe eher skeptisch, ob das junge Unternehmen auch wirklich halten kann, was es verspricht."








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Sonntag, 27. Mai 2007

Aktionismus gegen Telefonwerbung - Spass statt Frust


Mir ist nicht bekannt, ob Elmar Denkmann - ihm gehört die Website www.nicht-anrufen.de - zuerst an diversen Gewinnspielen für Kaffeefahrten und Rheumadecken teilgenommen hat, aber irgend wie hat er es geschafft, dass sich die Telefonwerber auf seine Nummer "eingeschossen" haben.

Obwohl Werbeanrufe seit 2004 offiziell verboten sind, fallen immer wieder Firmen über ahnungslose Menschen her. Elmar Denkmann als Gegner solcher Anrufe informiert auf seiner Homepage ausführlich und sehr unterhaltsam über den "Telefon-Terror". Es finden sich Tipps, wie mit Werbeanrufen umzugehen ist, rechtliche Hinweise und mitgeschnittene Anrufe.

Und diese Mitschnitte sind fast schon kultverdächtig. Elmar Denkmann schlüpft jedesmal spontan in eine andere Rolle und schafft es, die ahnungslosen Anrufer kräftig auf
die Schippe zu nehmen.

Mein Tipp: Lautsprecher an und einen Besuch abstatten...








Samstag, 26. Mai 2007

Second Life als Kontaktbörse - und die Fakes mitten drin

Second Life sieht sich als internationale Kontaktbörse - eines der Hauptmotive der Nutzer, sich in die virtuelle Welt einzuloggen, soll die Möglichkeit sein, Menschen auf der ganzen Welt kennenzulernen.

Nach einer Umfrage der Handelshochschule Leipzig verbringen 30 Prozent der User über 20 Stunden pro Woche in Second Life. "Dieses Ergebnis hat uns doch überrascht. Sehr viele der Befragten verbringen tatsächlich eine sehr lange Zeit in der virtuellen Welt", sagt Kathrin Jung, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Kirchgeorg.

Dabei liegt das durchschnittliche Alter der Nutzer bei 29 Jahren und somit nahe am künstlichen Alter der Avatare, dass im Schnitt bei 27,5 Jahren angesiedelt ist.

Neben dem Kontakte-Knüpfen ist vielen auch das Ausleben von Kreativität in Second Life besonders wichtig. Reine Langeweile und das Vergessen der Realität ist laut Umfrage kein wirklicher Beweggrund zur Nutzung von Second Life. "Dennoch wird es spannend sein, genauer anzuschauen, was hinter jenen wenigen Personen steckt, die aus Gründen der Realitätsflucht in Second Life aktiv sind", fügt Jung hinzu.

Etwa 19 Prozent der Befragten präsentieren sich in dem Paralleluniversum so, wie es ihren Träumen und Wünschen entspricht. Ein wesentlich größerer Teil zieht es vor, sich komplett anders darzustellen als sie in der Realität sind.

Daraus ergibt sich für mich die spannende Frage, wie die erwähnten geknüpften Kontakte aus der virtuellen Welt in das "First Life" übernommen werden. Wenn aus den Superbody-Atavaren plötzlich eine magersüchtige Hausfrau und ein Student mit Bierbauch werden, dürfte das reale Date entweder mangels Wiedererkennung erst gar nicht stattfinden oder aber ein unvorhergesehenes schnelles Ende finden...




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Sonntag, 20. Mai 2007

Tchibo: Picasso-Repros als Originale verkauft

Es ist mehr als nur eine Peinlichkeit: Tchibo verkaufte verkaufte Picasso-Reproduktionen als Originale mit Echtheitszertifikat.

400 Euro waren je Bild zu bezahlen, 1000 Euro für den Dreierpack. Ein stolzer Preis - für Kopien.

Nach Angaben des Kaffeerösters sollen die handgefertigten Druckplatten nach der Herstellung vernichtet worden sein, sodass ein Nachdruck ausgeschlossen ist. Gedruckt wurden die Bilder auf hochwertigem Bütten-Papier, der Rahmen besteht aus Eichenmassivholz. Die Größe benannte Tchibo mit 88 x 68 Zentimeter.

Nach einer Meldung der "Süddeutsche Zeitung" sollen bisher nur wenig Kunden die Kunstwerke zurück gegeben haben: "Wir haben bereits am vergangenen Freitag unsere Kunden per Mail oder postalisch über unseren Fehler informiert", zitiert das Blatt die Tchibo-Sprecherin Tanja Laube.

Dumm nur, dass Tchibo im Online-Shop bis zum heutigen Tag nichts unternimmt, um Kunden oder Interessenten aufzuklären. Bei der Online-Suche im Shop nach "Picasso" bekommt man lediglich die Information, dass das Angebot "vergriffen" sei (Sreenshoot).

Ob das Schadensbegrenzung im Sinne der Kunden ist, was Tchibo hier betreibt, darf bezweifelt werden.




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Donnerstag, 17. Mai 2007

Nicht totzukriegen: Die DDR...

...lebt! Man könnte meinen, hier will jemand bleibende Erinnerung an die "Deutsche Demokratische Republik" manifestieren: Nach DDR und DDR2 folgt jetzt DDR3.

Doch Entwarnung: Es geht um Double Data Rate Arbeitsspeicher, also Arbeitsspeicher. Und das Intel-Chipset "Bearlake" macht gerade Schlagzeile als Wegbereiter für DDR3.

Fazit: Nicht überall, wo "DDR" draufsteht ist auch "DDR" drin. Zumindest nicht die DDR...

Abgezockt im Web - die Affilate-Partner verdienen mit

Mitunter geht es frappierend schnell, bis man im Internet auf dubiose Angebote stößt. Weil diverse Affilate-Partner anscheinend bei den Anzeigen-Kunden nicht nur ein Auge zu drücken. Immer dann, wenn durch Google, Yahoo und Co. mittels mehr oder minder intelligenter Software Anzeigen anhand des Inhaltes von Webseiten generiert werden, kann sich der für den Inhalt der Site Verantwortliche nur wundern, was ihm da teilweise untergejubelt wird.

Ein Beispiel, unlängst erlebt.

Durch Bannerwerbung landete ich bei www.newcom101.de. Auf der Startseite dieser Community eine Fotogalerie, darunter ein Foto, was mich wegen des Aussehens interessierte: www.newcom101.de/content/id/gouddy.html . "Gouddy" nannte sich der Mann, "altes Bild" betitelte er sein Foto und genau diese Beschreibung verwurstete "Powered by Yahoo Search Marketing" unter anderem zu einer Anzeige: "Lebenserwartung von Frauen und Männern bei mein-alter.com ... Testen Sie heute Ihre Lebenserwartung nach statistischen Auswertung. Innerhalb weniger Minuten wissen Sie, wie alt Sie werden. Sie erhalten zusätzlich eine Urkunde sowie Ihre Auswertung in pdf-Form."

Ein Klick, und schon ist man bei www.mein-alter.com , auch wenn die Site behauptet, www.meinalter.net zu heissen. Da das Schema der Angebote (wie z.B. bei lebenscheck.com) immer gleich ist, kann man fast blind weiter klicken: AGB, 6. Preise, Zahlungsbedingungen, Vertragslaufzeit und sonstige Pflichten des Nutzenden, um dort zu lesen: "Der Nutzende ist zur Entrichtung des Nutzungsentgelts von 59.00 Euro pro test verpflichtet. Dieser Betrag wird in Rechnung gestellt und ist mit rechtswirksamen Zustande kommen des Vertrages fällig."

Alles klar? Man sollte meinen, dass dies eindeutig genug ist. Leider erlebe ich täglich, u.a. durch Zuschriften von www.wer-weiss-was.de , dass immer wieder viele Leute auf derartige Angebote herein fallen. Deswegen die diesbezüglichen Postings hier unter dem Label "Vorsicht Falle"...









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Mittwoch, 16. Mai 2007

GEZ - Relikt oder Notwendigkeit?

Eine Mitteilung, hier und in anderen Blogs zu lesen und ein Meinungsaustausch bei Upload haben mich überlegen lassen, ob die GEZ in der jetzigen Form noch zeitgemäß ist. Eine Einrichtung der Öffentlich-Rechtlichen, die seit 1976 (zuvor war die Bundespost zuständig) die Rundfunkgebühren auf Basis des Rundfunkgebührenstaatsvertrages einzieht.

Schon die Begrifflichkeiten zeigen, dass es eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität gibt - dass, was jetzt eingezogen wird, hat mit Rundfunkgebühren so viel gemeinsam, wie die Sektsteuer von Heute mit dem Wohlergehen der deutschen U-Boot-Flotte (siehe auch Wikipedia). Und weil Vergleiche hinken, gleich der gravierende Unterschied: Die sg. Sektsteuer wird relativ aufwandsneutral eingezogen, was man von den "Rundfunkgebühren" nicht sagen kann: Die Kosten für die GEZ selbst betrugen im Jahr 2005 161,9 Mio. €, das sind 2,27 % der Gesamterträge.

Der Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag hatte ursprünglich das Ziel, die Meinungsvielfalt im Fernsehen zu erhalten. Von Internet-Angeboten und TV-Übertragungen aufs Handy war bislang nie die Rede. Auch, wenn Dr. Reitze jetzt sagt: "Die Ergebnisse der Studie bestätigen mich in unserer Strategie, das reichhaltige Angebot der ARD aus den traditionellen Medien "Das Erste", den dritten Fernsehprogrammen und den Hörfunk-Wellen auch soweit wie möglich auf allen neuen technischen Verbreitungswegen zugänglich zu machen."

Unbestritten ist, dass Deutschland-Radio und Arte - um nur zwei Beispiele zu nennen - Qualität liefern, die Viele zu schätzen wissen. Unstrittig ist auch, dass ohne - ich nenne es einmal so - Kulturförderung manches Angebot nicht umsetzbar wäre. Aber: Wer sanktioniert diesen unverkennbaren Expansionsanspruch? Immer mehr Spartenkanäle, immer neue Verbeitungswege - ist dies noch Grundversorgung?

Rein technisch besteht schon jetzt die Möglichkeit - Stichwort Powerline - Programme per Stromleitung zu übertragen. Wird in absehbarer Zeit die Wandsteckdose gebührenpflichtig? Folgt man der Argumentation der GEZ bzw. derer, in deren Auftrag sie handelt, so müsste man mit "ja" antworten. Und wie weiter?

Ich habe keine Lösung bei der Hand, um ehrlich zu sein. Ich bin mir dafür ziemlich sicher, dass eine (geringe) Bürgersteuer - direkt vom Finanzamt eingezogen - für die genannte Grundversorgung ausreichend wäre. Und dass in Zeiten von Micropayment & Co. die Nutzer von Mehrwerten gern einen Obolus für diese Angebote entrichten würden. Das Ganze wäre dann eine Mischfinanzierung, die sich im Wesentlichen an der tatsächlichen Nutzung orientiert. Also allemal gerechter, als das jetzt bestehende System, welches eine Nutzung - z.B. des Computers oder Handys - für Leistungen der Öffentlich-Rechtlichen einfach unterstellt.

Auch wenn Toll Collect für viel Negativschlagzeilen gesorgt hat - eines muss man dem System lassen: Wer seinen LKW in der Garage lässt, bezahlt nicht für die Nutzung der Autobahn. So einfach ist das...









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Sonntag, 13. Mai 2007

Über 40 Millionen Deutsche im Internet

Laut der aktuellen Onlinestudie von ARD und ZDF sind inzwischen 40,8 Millionen Deutsche ab 14 Jahre im Internet.

Dies ist eine Steigerung um 2,2 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Die größte Steigerung gab es bei den Frauen und bei Nutzern über 50 Jahre. Die Geschwindigkeit der Internetzugänge steigt ebenfalls: 59 Prozent der Nutzer verfügen über DSL & Co (Vorjahr: 48 Prozent).

Soweit, so gut. Man muss sich allerdings fragen: Wer hat die Studie mit welchen Intentionen erstellt? Und da kommt doch schnell der Verdacht auf (vor allem, wenn man das Statement von Dr. Helmut Reitze liest), dass die Öffentlichen hier ihre durch die neuen GEZ-Gebühren unter Kritik geradene Expansionspolitik rechtfertigen wollen.

Aus meiner Sicht sind die Internetaktivitäten der Sender bis hin zu Online-Shops und Kontaktbörsen durch den Staatsauftrag zur Grundversorgung gegenwärtig nicht gedeckt. Und damit auch nicht das Vorhaben von Dr. Reitze: "Die Ergebnisse der Studie bestätigen mich in unserer Strategie, das reichhaltige Angebot der ARD aus den traditionellen Medien "Das Erste", den dritten Fernsehprogrammen und den Hörfunk-Wellen auch soweit wie möglich auf allen neuen technischen Verbreitungswegen zugänglich zu machen."






Freitag, 11. Mai 2007

Das Copy-Paste-Syndrom im Internet

Dass das Internet dank Google & Co. hervorragend zur Informationsbeschaffung geeignet ist, wird sicher niemand bestreiten. Dass jedoch die Quellen oftmals nicht kritisch hinterfragt werden, ist ein anderes Thema.

Stefan Weber hat auf heise.de einmal an einem Beispiel demonstriert, wie eine Biographie erst ihrer Autorenschaft beraubt wird um dann, modifiziert, über diverse Umwege bei hausaufgaben.de zu landen. Lesenswert für alle, die allzu gutgläubig die Informationsquelle Internet abschöpfen.





Neuer Schumi in Sicht?

Wer jetzt "schumacher michael" bei Google eingibt, sieht die Realität in der Ergebnisliste. Während die eBay-Anzeige noch glauben machen will, dass man Michael Schumacher bei eBay kaufen könne, ist die "Homepage" unter dem Dach von RTL vor Wikipedia und diversen Buch-Angeboten von Amazon zu finden.

Und obwohl die Formel 1 bereits voll zu Gange ist, scheint dort irgend wie die Luft heraus zu sein - die jedenfalls ist mein Empfinden. Irgend scheint es Nachwuchs zu brauchen, Nachwuchs mit einer Karriere, wie sie Michael Schumacher gemacht hat. Und ein solches Talent macht gegenwärtig von sich reden und bringt angesichts der Erfolgsbilanz selbst Insider zum Staunen: Die Rede ist von Christian Schweiger, dessen Erfolgsbilanz mehr als ein Achtungszeichen ist:

2006

2. Platz Rotax Max WM, Nationenwertung
12. Platz Rotax Max Junior WM
1. Platz Deutschen Rotax Max Meisterschaft
1. Platz GTC Division 3 mit dem Team „Die Kartschule.de“
2. Platz 24h in Saalfelden im DMV National Team
1. Platz GTC (Rookie of the Year)
4. Platz 24h Leihkartrennen Limburg

2005

1. Platz 9h Leihkartrennen Wittgenborn
1. Platz 6h Leihkartrennen Wackersdorf
4. Platz Juniorwertung GTC
5. Platz RMJC in Wittgenborn
4. Platz RMJC in Hahn
3. Platz Clubmeisterschaft des Automobilclub Deurling

Bleibt abzuwarten, wie sich Christian Schweiger dieses Jahr im Team TB-Motorsport bei der Deutschen Challenger-Kartmeisterschaft schlägt. Die Voraussetzungen, eine Karriere wie Michael Schumacher zu erleben, scheinen zumindest gegeben.




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Ich glaub, mich KNUTscht ein Bär

Das hätte Stoib(a)er sicher gern gesehen: Statt des Problembären in Bayerns Wäldern einen Knut im Münchner Zoo. Doch das Glück hatten die Berliner - und die haben es genutzt. Samt jeder Menge Trittbrettfahrer, die den Glücksfall zu Geld machen wollten bzw. gemacht haben.

Wie? Die Knut-Welle hat Sie nicht erreicht? Dann machen Sie doch erst einmal den Knut-Test bei Spiegel Online... Was? Zu schwierig? Dann können Sie sich ja bei den "Profis" der "Welt" schlau machen. Oder Sie gehen gleich zur Informationsquelle - der Website des Berliner Zoos.

Und wie mit Knut Geld verdient wird, sieht man bei eBay - knapp 400 Artikel zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Postings. Auf die Jamba-Klingeltöne zu verlinken, will ich mir und den Lesern ersparen. Dass es einen Knut-Blog gibt, muss man wohl nicht besonders erwähnen.

Falls Sie nun immer noch meinen, einen Hype verpasst zu haben: Mir ging es genau so. Und ich denke frei nach Wowereit "das ist auch gut so". Ob sich Stoiber zu Knut geäußert hat, war nicht in Erfahrung zu bringen. Dafür bleibt uns das Tondokument (MP3) seiner Rede erhalten. Ansonsten gilt: Lassen Sie sich keinen Bären aufbinden...




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Krankmelden im Web

Es scheint so, als würde das Web 2.0 erste kuriose Blüten treiben - "Who is Sick?" lautet die Frage und die wird unter http://whoissick.org/sickness/ auch beantwortet - sofern sich jemand krank meldet.

Denn die eingetragenen Krankheitsfälle basieren komplett auf nutzergeneriertem Content. Jeder kann seine eigenen Erkrankungen selbst auf der Karte eintragen und bleibt dabei anonym. Anzugeben sind der Wohnort und natürlich die jeweilige Krankheit. Hierzu stehen sechs Möglichkeiten bereit: Schnupfen, Husten, Fieber, Kopfschmerzen, Muskelkater und Bauschmerzen. Zusätzlich können Dauer der Erkrankung, Alter und Geschlecht angegeben werden. Andere Beschwerden, wie Herzrasen, sind manuell eintragbar.

Bleibt zu hoffen, dass das das Regierungsprogramm "fit statt fett" nicht per solcher Maps umgesetzt wird....







Mittwoch, 9. Mai 2007

09. Mai - Tag des Orgasmus in Brasilien

In Esperantina, einer kleinen Stadt im Norden Brasiliens, ist der heutige 09. Mai als "Tag des Orgasmus" ein offizieller Feiertag.

Wie hier zu lesen, werden die Straßen mit Blumen geschmückt und Prostituierte geben in Vorträgen und Seminaren Tipps zum Thema Sex. Auf einem zentralen Platz der Stadt wird eine so genannte 'Urne des Orgasmus' aufgestellt, in der die Einwohner Zettel mit Fragen und Anregungen anonym einwerfen können.

Ich weiß nicht, warum ich beim Klickern dieser Zeilen ein VW-Logo vor den Augen habe...

Freitag, 4. Mai 2007

Hilfreicher Textbaustein für Webgeschädigte

Webgeschädigt? Wie umschreibt man am Besten die, welche in Online-Abofallen getappt sind oder die als Minderjährige plötzlich Verträge im Web abgeschlossen haben?

Unter "Vorsicht Falle" sind ja hier bereits einige Postings zum Thema zusammen gekommen.

Rechtsanwalt Sascha Kremer hat nun einen Textbaustein Online gestellt, der Betroffenen helfen kann, sich formell gegen unberechtigte Ansprüche zur Wehr zu setzen. Die Post mit der Androhung weiterer rechtlicher Schritte zu ignorieren ist ein Weg. Aber nicht immer der Richtige, denn auch wenn in den allermeisten Fällen keine weitere Reaktion folgt, kann es im Einzelfall ganz anders aussehen.

Peter zahlt, aber...

...nicht mehr so großzügig, wie bisher. So gab es in der jüngeren Vergangenheit vermehrt kritische Stimmen, die sich durch Überlastung des Dienstes und Verweis auf kostenpflichtige Alternativen verschaukelt fühlten.

Jetzt hat der der Anbieter reagiert. Mehrere Optionen sollen das Angebot wieder aufwerten. So kann der Nutzer abschätzen, wie lange er noch auf sein geplantes Telefonat warten muss: Eine kleine Grafik mit einer Warteschlange vor einer Telefonzelle sorgt für mehr Überblick. Auch kann pro Tag ein Joker gezogen werden, der sofort ohne Wartezeit verbindet, aber nur für fünf Minuten statt einer halben Stunde.

Neu ist ebenfalls, dass sich Anwender unter www.peterzahlt.de registrieren können, was einige Vorteile bieten soll. Registrierte Nutzer können unter anderem ein persönliches Telefonbuch anlegen und rücken schneller in der Warteschlange vor, sollte der Dienst überlastet sein. Außerdem können registrierte Nutzer von sechs Uhr morgens bis drei Uhr nachts telefonieren - alle anderen nur bis Mitternacht.





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Fallen im Internet

In mehreren Postings, leicht zu finden unter dem Label "Vorsicht Falle", wurde hier bereits über dubiose Angebote im Internet berichtet. Stiftung Warentest hat sich in einem aktuellen Artikel ebenfalls diesem Thema gewidmet.

Einige der Beispiele für dreiste Online Abzockereien werden beim Namen benannt, darunter auch
dein-fuehrerschein.com - Test, 69,80 Euro
gedichte-heute.com - Zweijahresabo, 7 Euro/Monat.

Ein interessanter Hinweis, der Betroffenen helfen kann, findet sich zum Thema Widerruf: Laut Warentest greift die 14-tägige Frist hier fast nie. Denn auf dieses Recht müsse „in Textform“ hingewiesen werden: Der Kunde muss den Text so erhalten, dass die Firma nichts mehr daran verändern kann. „Eine Webseite reicht nicht, denn da kann der Hinweis schon bald ganz anders aussehen“, erklärt Julia Rehberg von der VZ Hamburg. Anders kann es sein, wenn der Hinweis per E-Mail kam. Doch dann entspricht die Formulierung oft nicht den gesetzlichen Anforderungen – mit der Folge, dass das Widerrufsrecht unbefristet läuft.

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Ihr Führerschein ist in Gefahr!

So jedenfalls steht es im Betreff einer E-Mail, ausgeliefert von EBCS Ltd., die einleitend die Offerte empfiehlt, um sich sicherheitshalber im Footer wieder vom Inhalt zu distanzieren. Dies nicht ganz unberechtigt...

Testen Sie anhand der amtlichen Prüfungsbögen, ob Sie zum Autofahren geeignet sind. Sie können sich sowohl als Fahranfänger, als auch als Führerschein-Inhaber testen.
Testen Sie sich jetzt - denn jeder aktive Prüfling wird von uns mit einem exklusiven Erste-Hilfe-Set fürs Auto belohnt, das Sie per Post nach Hause erhalten.

Jetzt an der Fahrprüfung teilnehmen - sind Sie noch fit für den Führerschein?

Lesen Sie außerdem aktuelle Informationen über den Führerschein: Wie viel dürfen Sie trinken, um den Führerschein nicht zu gefährden? Wie viele Punkte dürfen Sie in Flensburg 'sammeln'?

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Das ist verständlich, dass man sich über jeden freut, der auf den Schmarren herein fällt. Denn geht man auf die angepriesene Website www.verkehrsprofi.com, findet man mit etwas Suchen unter Pkt. 6.1.

Der einmalig fällige Kundenbeitrag beträgt 69,00 € (inklusive Mehrwertsteuer) und wird dem Kunden entsprechend in Rechnung gestellt.

Dass die Firma ihren Sitz außerhalb Deutschlands hat, sei nur am Rande erwähnt:


S.C. NET VENTURE S.R.L.
Calea Dumbravii 37/B
RO-550324 Hermannstadt

Verkehrsprofi.com ist ein Projekt der:

Calea Dumbravii 37/B
RO-550324 Hermannstadt

Geschäftsführer: A. Saleh
HR-Nr.: J32/1679/2006

Der Auslieferer dieser Mail, die eBusiness Consulting Service Ltd. sitzt in Bad Sachsa und wird von Stefan Appenrodt geführt, der hier schon einmal Erwähnung fand mit seiner Frage "wie alt wirst du?". Welch ein Zufall...







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Joost - das bessere Fernsehen?

Wie so oft, wenn etwas noch nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist (nur Betatester können andere Interessierte einladen), sprudelt die Gerüchteküche. Joost - das neue Projekt der KaZaA/Skype-Gründer - soll das Fernsehen im Web revolutionieren. Höchste technische Qualität wird versprochen, auch ist die Rede von einem umfassenden, vielseitigen Programmangebot.

Zunächst: Die Website von Joost kommt tatsächlich in beeindruckender Farbigkeit auf den Monitor. Was man jedoch vom Programmangebot gegenwärtig (noch?) nicht sagen kann, wie viele eingeladene Tester enttäuscht feststellen mussten.

Bei Spiegel Online findet sich ein ausführlicher Test mit einem ziemlich ernüchternden Fazit. Doch noch läuft der Countdown und für Überraschungen sind die Macher immer gut. Haben sie doch mit KaZaA und Skype gezeigt, dass sie ein Gespür für Trends haben.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Sage nie, du bist technosexuell...

...denn den Begriff hat sich Calvin Klein markenrechtlich schützen lassen. Dies erfährt man am Rande eines interessanten Berichtes über den Versuch des internationalen Parfüm-Konzerns Cotyin, per Webblog faktisch Duftmarken zu setzen.

Dumm nur, dass einigen Bloggern das heftig in die Nase gestiegen ist, wie man bei Focus Online lesen kann.





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Die Weblins kommen

Zweitgeist (nein, kein Tippfehler...)nennt sich das Unternehmen, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, das Web individueller zu gestalten. Grundidee: Jeder Internet-Nutzer gestaltet seinen Avatar, also die Figur, die beim Surfen im Web am unteren Bildschirmrand sichtbar ist.

Durch eine Kooperation mit Microsofts Web-Telegrammdienst Windows Live Messenger sollen möglichst viele Weblins gewonnen werden - zur Zeit gibt es in Deutschland sieben Mio. Menschen, die das Zweitgeist-Angebot nutzen.

Doch Zweitgeist will mehr: "Wir streben die gleichen Dimensionen an wie ICQ", erklärt die Geschäftsführerin Christine Stumpf gegenüber der Financial Times Deutschland. Dabei will das Unternehmen nicht mit "Secound Life" verglichen werden, da es überall im Internet möglich ist, mit Weblins zu kommunizieren. "Richtig Spaß macht es dann, wenn man viele Leute trifft", meint Stumpf. Zweitgeist erwartet, dass sich das virtuelle dem echten Leben angleichen wird. Avatare werden sich demnach in virtuellen Bars treffen und in virtuellen Geschäften zusammen shoppen gehen.

Weblins können fotoähnliche oder dreidimensionale, bewegte Figuren sein. Man kann ein Abbild von einem selbst verwenden, ist aber natürlich nicht dazu verpflichtet. Wer als normaler Surfer im Internet unterwegs ist, kann die Avatare nicht sehen und nicht mit ihnen kommunizieren. Nur Weblin-Nutzer mit entsprechender Software sehen die kleinen Figuren, die sich in einer Art Internet-Parallelwelt aufhalten.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Idee durchsetzt. Oder ob sich auch hier - wie bei "Secound Life" hinter vielen Avataren Journalisten, auf der Suche nach dem Besonderen, verbergen. Zumindest sind die technischen Zugangsbarrieren nicht so hoch, wie bei Secound Life. Um als Weblin durch die Weiten des WWW zu geistern, wird das Betriebssystem Windows 2000/XP oder höher, ein Prozessor mindestens 800 MHz, sowie mindestens 10 MB Festplattenplatz benötigt.

Hier geht es zur Weblin-Rekrutierung...

Vorsicht Internet !?

Über die Fallen im Web wurde ja schon berichtet, liest man die aktuelle Veröffentlichung der Verbraucherzentrale, erhält man eine kleine Ahnung dessen, was wirklich im WWW passiert.

Alte "Bekannte", wie www.genealogie.de, www.lebensprognose.com, www.produktpruefer.de finden sich neben vielen weiteren unseriösen Anbietern.

Wer über irgend welche - vermeintlich günstigen - Angebote nachdenkt, sollte unbedingt diese Übersicht lesen.

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Dienstag, 1. Mai 2007

Dialerdomains und andere Fallen im Web

Gerade wer das Internet nur gelegentlich nutzt wird aufgrund der Unerfahrenheit nicht selten Opfer dubioser Diensteanbieter.

Einige Beispiele wurden hier bereits benannt, wie das Angebot, als Testperson tätig zu werden. Oder www.lebenscheck.com, auf der das voraussichtliche Lebensalter des Anfragers ermittelt wird.

Alle diese Angebote haben eins gemeinsam: Sie wollen an das Geld der Web-Surfer. Und so wird mehr oder minder trickreich versucht, einen Vertragsabschluss für eine "Dienstleistung" zu erwirken. Oft ist damit auch ein Zweijahres-Abo verbunden, die kosten liegen in der Regel zwischen 50.- und 200.- Euro für zwei Jahre.

Einen besonderen Ruf haben sich dabei die Web-Angebote der Gebrüder Schmidtlein erworben. Nur einige Beispiele aus deren umfangreicher Inhaberliste: deutsch.de, gedichte.de, hausaufgaben.de, sternzeichen.de, vornamen.de.

Doch neben den Brüdern gibt es noch eine Menge anderer Sites (viele auch mit *.de-Kennung), deren Firmeninhaber sicher nicht zufällig im Ausland sitzen. Eine gut gepflegte Übersicht findet sich auf http://www.dialerdomains.tk . Wer über ein Angebot im Zweifel ist und die Website hier wiederfindet, sollte auf jeden Fall die Finger davon lassen!







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