Montag, 23. April 2007

Falsche Rechnungen von Cleverbridge / Avira - Mailware


Waren in der Vergangenheit IKEA, Quelle und andere Handelsunternehmen fiktive Absender von Mailware, hat es jetzt Avira eriwscht. Die E-Mail mit dem Betreff "Referenznr.: 595169: Ihre Bestellung von Avira GmbH Produkten" ist astrein in HTML gestaltet und enthält korrekte Links zu Avira.

Das Dumme an der Sache: Der Versender der Mail - die ein Zip-File als Anlage enthält (in diesem ist die Datei HBEDV.KEY.exe verpackt) - hat einen Link zu einer Rechnung im PDF-Format zu bieten, die (siehe Auszug) perfekt daher kommt.

Der Link ist

https://avira.cleverbridge.com/invoice/XgeändertX/CB-30-94308.pdf

Während bisher nur im Forum von Avira dazu erste Reaktionen zu finden sind, düfte es am Montag die üblichen Warnungen und Reaktionen geben. Auch in diesem Fall - auch wenn die E-Mail zugegeben perfekt daher kommt: Anlage NICHT öffnen, E-Mail umweltgerecht entsorgen.







simyo - Deutschlands erster Mobilfunk-Discounter



Donnerstag, 19. April 2007

Lebenshilfe vom Discounter

Wer 1000 Euro übrig hat, kann bei Plus aktuell einen Defibrillator im Angebot erwerben.

Eine gute Sache, könnte man angesichts von 160 000 Todesfällen durch plötzlichen Herztod in Deutschland jährlich meinen. Und zur Tagesordnung übergehen.

Es ist die konsequente Fortsetzung des Sanikastens auf höherem Niveau könnte ein anderes Argument lauten - nichts besonderes also.

Doch irgend wie behagt mir die Vorstellung nicht. Ist es das Geschäft mit der Angst? Ist es die Vorstellung, dass das Klischee der Zweiklassengesellschaft in Hinblick auf die medizinische Versorgung wieder einmal bedient wird?

In Zeiten, wo der Rettungsdienst - in Deutschland übrigens Ländersache - aus Kostengründen immer stärker Sparzwängen untergeordnet wird sind derartige Angebote geeignet, einen Augenblick innezuhalten und nachzudenken. Zum Beispiel darüber, ob mit solchen Angeboten ein weiterer Schritt hin zur privaten Aufrüstung und zur vermeintlichen Entlastung des Rettungswesens getan wird.




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Mittwoch, 18. April 2007

Google Maps empfiehlt: Jetzt einen Schwimmkurs machen

Sind die Übersetzer im Urlaub, wurde Google Opfer einer Hacker-Attacke oder sind Leute mit Humor bei der Arbeit?

Egal wie - einfach die Routenplanung München-New York aktivieren und dann schauen, was Google unter Pkt. 38 empfiehlt...

Na, dann hoffen wir mal, dass diese Information nicht auf diverse Navigationssysteme gelangt ;-)









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Dienstag, 17. April 2007

Hermann zahlt...

...die Telefonrechnung. Es scheint, als wären die Männer in Gönnerlaune - nach Peter zahlt und Frank geht ran sowie dem "Telefonpaul" ist nun Hermann noch dazu gestossen...

Doch gemach: Denn Hermann ist ein Schaf. Und das Geschäftsmodell von hermann-zahlt.de mit der Deutschland- oder Europa-Flatrate hat es in sich: Für eine Einmalzahlung von 99.- Euro (Deutschland) bzw. 199.- Euro (Europa) hat man eine VoIP-Flatrate für private Telefongespräche, die solange gilt, wie Hermann - das Schaf also - lebt.

So stellt sich die Frage, welche Kriterien letztendlich darüber entscheiden, ob dies ein günstiges Angebot ist. Obsiegt die marktwirtschaftliche Kostenrechnung, gibt es bald Hammelbraten. Dominiert die Tierliebe, wird es für den Anbieter ein Minusgeschäft. Vielleicht findet sich ja noch eine Webcam, die über Hermann wacht und allen zahlenden Nutzern dieses Geschäftsmodells die Gewissheit gibt, hier ein Schnäppchen zu machen. Denn Hermann ist zur Zeit drei Jahre alt und seine (theroretische) Lebenserwartung beträgt 20 Jahre - der Anbieter spricht sogar von 25 Jahren.


EU plant virtuelle Vertretung

Während - wie berichtet - manche schon ein Ende des Hypes ausmachen, plant die EU nach einer Information von pressetext.de eine Vertretung in Second Life zu eröffnen.

"Mit einem EU-Büro in Second Life wollen wir näher an die EU-Bürger herantreten und besser mit ihnen kommunizieren", erklärt Mikolaj Dowgielewicz, Sprecher der EU-Kommission, die Motive der EU im Business Week.

Handlungsbedarf hat die EU sicherlich, was die Vermittlung von Inhalten der Europapolitik anbelangt. Ob Second Life dafür die geeignete Plattform ist, darf allerdings in Frage gestellt werden.

Glückwunsch zur gewonnenen Türkei-Reise

So oder so ähnlich lautet manch eine Mail im virtuellen Briefkasten. Warum der Gewinn keiner ist, wieso so viele Menschen zu "Gewinnern" gemacht werden, dass erfährt man auf der Website http://www.tuerkei.solic.de .

Weitere Informationen zu dubiosen Gewinnspielen bietet die Site http://www.gewinnbriefe.info/.

Über diese beiden Quellen lässt sich ein Großteil des deutschsprachigen Spams - anders kann man die Postings nicht bezeichnen - wiederfinden. Letztlich sind es immer die gleichen schwarzen Schafe, die sich hinter diversen Angeboten verbergen...



Reale Klage gegen virtuelle Enteignung

Das ist dem Tagesspiegel eine Schlagezeile wert: Ein Anwalt klagt gegen seine Enteignung in Second Life.

Der Bericht ist insofern interessant, da er zu dem Fazit kommt, dass Second Life ein Spiel ist und bleibt und die Goldgräberstimmung mancher der Ernüchterung gewichen ist. Denn Geld lässt sich nur dann - in der Art des Schneeballprinzips - verdienen, wenn neues Klientel nachströmt, welches bereit ist, reales Geld für Linden-Dollars auszugeben. Und es scheint so, dass dieser Nachstrom versiegt.


Fundsache: Erster Eindruck zu Windows 95

Nein, es ist kein Schreibfehler ;-) Während alle Welt von Vista berichtet ist ein Blick zurück mitunter ganz nützlich. So erfährt man bei "RZU aktuell 94", wie die ersten Erfahrungen mit Windows 95 aussahen. Die Installation des Betriebssystems verlangte vor 13 Jahren 23 HD-Disketten...

Einfach mal reinklicken und mit den eigenen Erfahrungen aktueller Installationen vergleichen. Der Schmunzelfaktor ist hoch...




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Mittwoch, 11. April 2007

Patt bei Amazon

Mitunter bekommt ein Begriff ungewollt eine ganz andere Bedeutung. Wie im konkreten Fall das Wort "Einkaufserlebnis" bei Amazon. Ein typischer Fall von "Technik beherrscht Mensch", angelehnt an Murphys Gesetzmäßigkeiten mit einem Schuss von Unvermögen beschert Amazon unzufriedene Kunden. Was nun ist passiert?

Am 04. April wird eine Bestellung ausgelöst, die per Kreditkarte bezahlt werden soll. Das Konto verfügt über ausreichend Deckung, so dass eigentlich nichts schief gehen kann. Zumal die Landesbank Berlin als Amazon-Partner kontoführend ist. Doch genau hier beginnt das Drama...

Mit der Bestellung wird über einen Automatismus von Amazon eine Anfrage an die LBB gestellt, die man sich - einmal völlig untechnisch gesprochen - als Reservierung des Rechnungsbetrages vorstellen muss. Soweit, so gut. Aber: Jetzt kommt doch der Kunde - die Bestellsoftware lässt ihm ja die Möglichkeit - glatt auf die Idee, noch einen Gutschein einzulösen. Damit - man glaubt es kaum - ändert sich die Endsumme. Und an genau der Stelle muss einem Programmierer wohl ein Bott Kaffee gefehlt haben: Denn statt die Anfrage mit gleicher Vorgangsnummer zu starten, wird eine NEUE Anfrage an die LBB ausgelöst. Diese hat bereits den Betrag der ersten Anfrage "geparkt", rechnet kurz und sagt dann (natürlich automatisiert per Software) "nein" - keine Deckung.

Und genau in diesem Moment entsteht eine Patt-Situation, die keiner - weder Amazon, noch LBB - auflösen kann bzw. will. Falls es der Kunde nicht macht. Doch der Kunde ist König und bleibt stur. So trudeln im Wechsel automatisiert erstellte E-Mails ein, in der Zeit vom 04. April bis zum heutigen 11. April siebenundzwanzig (27) Mails...

Das Prinzip dahinter: Die eine Mail informiert, dass "bei der Verarbeitung der Teilzahlung vom Typ Visa (Ablaufdatum 2011/12) für die oben genannte Transaktion Probleme aufgetreten sind. .... Vielleicht können Sie jedoch die Zahlungsinformationen für die Bestellung überprüfen und sicherstellen, dass die Angaben richtig und aktuell sind."

Also rein ins Amazon-Konto - die Bestellung ist zurückgesetzt. Zahlungsart Kreditkarte gewählt und die Richtigkeit bestätigt. Kurze Zeit später die Bestätigungsmail.

"Sie haben die Zahlungsart für Ihre Bestellung xxx-xxxxxxx-xxxxxx erfolgreich geändert. Ihre Bestellung wird über die von Ihnen ausgewählte Kreditkarte abgerechnet."

Nach gut drei Stunden Funkstille wiederholt sich das Ganze mit Mail 1 (erster Text) und das Spiel beginnt von vorn. Nun ist der Kunde zwar stur, aber nicht stur genug. Er kümmert sich und versucht, den Knoten zu lösen. Aber: Wie soll das gelingen, wenn die Landesbank Berlin meint, das müsse Amazon veranlassen und Amazon der Überzeugung ist, der Fehler liege bei der Landesbank?

Irgend wie muss der Programmierer des Ganzen so etwas geahnt haben. Zumindest scheint die Hilfe-Rückruf-Funktion bei Amazon so programmiert, dass Problemfälle nur zwei Versuche haben. Gut - der Kunde war nicht so clever, die Rufnummerunterdrückung zu aktivieren...

Blieb also noch das Kommunikationsmittel E-Mail. Und siehe da: Der Kunde erhält Antwort. "Leider verschiebt sich die Abwicklung Ihrer Bestellung mit der im Betreff aufgeführten Bestellnummer."

Ist ja ein Ding - das wäre dem Kunde gar nicht aufgefallen...

"Aufgrund einer technischen Schwierigkeit kann die Abwicklung derzeit
nicht wie gewohnt erfolgen."

Die Erkenntnis hatte Amazon schon einige Zeit eher - und versprach sogar einen Rückruf nach Behebung des Problems. Der Kunde war nämlich ein ganz schlauer - er hatte die Bestellseite in einem Browserfenster. Und verfolgte so mit, wie seine Bestellung vom 04. April gelöscht wurde. Um dann - wie von Geisterhand - mit Bestelldatum 11. April erneut zu erscheinen. Vermutlich hat man geglaubt, damit das Problem zu lösen. Aber es blieb bei der Pattsituation. Doch zurück zur letzten Info-Mail seitens Amazon:

"Wir werden Ihre Bestellung so schnell wie möglich bearbeiten. Unsere Techniker arbeiten an einer Lösung."

Das klingt doch schon mal optimistisch, oder? Nun ja, der Kunde hat ja bislang mit Amazon bezüglich der Lieferzeiten - das soll nicht unerwähnt bleiben - nur gute Erfahrungen gemacht. Um so unverständlicher ist es, dass sich bei Amazon kein Mensch findet, der sich den Hut aufsetzt - btw. die Verantwortung übernimmt und in erkennbar fehlerhafte Automatismen eingreift.

Die Lösung - soweit hat sich der Kunde nämlich schlau gemacht - sieht wie folgt aus: Nach rund fünf Tagen wird die eingangs erwähnte Reservierung der angefragten Geldsumme (Bestellwert) aufgehoben, wenn bis dahin keine Auslieferung erfolgte. Dann kann die LBB den Betrag wieder disponieren und eine dann erfolgende Anfrage würde die Patt-Situation beenden.

Also liebe Amazoner: Nehmt eure Kunden ernst - die wollen nicht verschaukelt werden! Und wenn ein Fehler im System erkannt wurde: Es gibt so etwas wie Finderlohn. *smile*


Montag, 9. April 2007

Wie alt wirst du, Herr Appenrodt?


Das Bild kommt Ihnen bekannt vor? Nun ja: Es ist Bestandteil vieler E-Mails, die spamartig die elektronischen Postfächer füllen. Dabei ist immer mal wieder ein anderer Absender im Spiel.

Wer sich da so um unser Altwerden sorgt, ist ein Herr Appenrodt. Allerdings - wen wundert es - nicht ganz uneigennützig. Mit exakt drei Mausklicks wird man 99.- Euro los, falls man wirklich glaubt, dass der der Anbieter die Antwort hat. Dass diese nicht seriös ausfallen kann, ist dabei noch anderes Thema. Was dürfte ein 65jähriger empfinden, wenn ihm die Software erzählt, dass er eigentlich schon drei Jahre tot sein müsste?

Doch nun noch einmal der Reihe nach. Die vorliegende E-Mail stammt von "eBusiness Consulting Service Ltd., Mosebergstrasse 20c, 37441 Bad Sachsa", die sich ausdrücklich vom Inhalt distanziert. Als "Director" dieses Unternehmens zeichnet Stefan Appenrodt verantwortlich, bekannt auch als Geschäftsführer von McCrazy. Der Direktlink der E-Mail geht auf die Site www.lebenscheck.com, die laut Impressum der "Interserv AG FZE Twin Towers Baniyas Road, Deira Dubai - United Arab Emirates P.O. Box: 4404, Dubai" gehört.

Unter Pkt. 6 der AGB ist zu lesen: "Der Nutzende ist zur Entrichtung des Nutzungsentgelts von 99,00 Euro pro Test verpflichtet. Dieser Betrag wird in Rechnung gestellt und ist mit rechtswirksamen Zustande kommen des Vertrages fällig.". Die IP-Nummer wird auf der Startseite angezeigt mit dem Hinweis, dass man "anhand dieser Adresse jederzeit über den Provider: pxxxxx identifizier" wäre. Was insofern falsch ist, da eine IP nie personenbezogen ist.

Fazit: Wer klickt hat verloren - exakt 99.- Euro. Dass Herr Appenrodt etwas von diesem Geld sieht, ist nicht zu beweisen, da es sich um unterschiedliche Unternehmungen handelt, deren Gemeinsamkeit lediglich darin besteht, dass sie ihren Firmensitz außerhalb Deutschlands haben.

Dumm nur, dass die E-Mails von EBCS-LTD inzwischen bei einigen Mail-Diensten, darunter T-Online die Spam-Kennung erhalten. Völlig zu Recht, wie ich finde...

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