Samstag, 3. März 2007

Schall und Rauch


Nun ist es also beschlossene Sache - das Rauchverbot in Deutschland. Eine klare Sache, sollte man meinen. Bei Verletzung des Gesetzes, welches zum 01. September diesen Jahres in Kraft tritt, sind Geldstrafen bis zu 1000 Euro vorgesehen.

Doch wer meint, dass ein klares Gesetz für eindeutige Regelungen sorgt, hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ohne den Gastwirt z.B. in Niedersachsen oder NRW. Denn wieder einmal hat die Förderalismusfalle zugeschnappt und deutsche Raucherinseln geografischer Art geschaffen.

Und weil die, welche sich um das Wohl der Bevöllkerung als Politiker in Berlin und Brüssel sorgen, selbst ohne Glimmstengel nicht auskommen können, hat man gleich entsprechende Ausnahmen manifestiert - quasi politische Raucherinseln. Dazu gehört beispielsweise der Bundestag, für den das generelle Rauchverbot nicht gilt.

Die gewählten Volksvertreter in Brüssel haben vorgemacht, wie es gehen kann: Man ignorierte das dortige Rauchverbot einfach. Mit dem Ergebnis, dass dieses nach 6 Wochen wieder entschärft wurde. Quasi eine Abstimmung mit der Kippe. Pech nur für die Gastwirte der Dorfschenke von Hintertupfingen oder der Kneipe am Berliner Prenzlauer Berg: Sie wohnen a) am falschen Ort und bedienen b) die falschen Gäste.

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