Freitag, 9. Februar 2007

Harz statt Hartz (IV)


Dass es riskant ist, Reformen nach Personen zu benennen, ist eigentlich bekannt. Im konkreten Fall sind nun die Bezieher des ALG II -Geldes, im allgemeinen Sprachgebrauch HartzIV-Empfänger genannt, doppelt gestraft: Peter Hartz als Namensgeber ist zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 576.000 Euro verurteilt worden und ist somit vorbestraft.
Dass der smarte Geschäftsmann, der dem VW-Betriebsratschef Klaus Volkert ein Leben in Saus und Braus ermöglichte, nicht in den Knast muss, ist einem Deal mit der Staatsanwaltschaft zu verdanken. Oder anders formuliert: Geld beugt Recht.
Was hat dies nun mit obigem Harz-Panorama zu tun, wird sich der geneigte Leser jetzt fragen. Ganz einfach: Neben Politikern aller Parteien und den verschiedenen Medien fahndet jetzt auch das NDR-Wirtschaftsmagazin "markt" nach einen neuen Namen für die Reform, quasi als Hartz-Ersatz. Und das Originelle daran: Zu gewinnen gibt es eine Reise - in den Harz.

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