Sonntag, 18. Februar 2007

Einem geschenktem Gaul...

...schaut man nicht ins Maul, sagt der Volksmund. Besser ist es allerdings - zumindest dann, wenn dieser Gaul ein Trojanisches Pferd ist und von Schäuble kommt. Dieser wird sich wohl an die griechische Mythologie erinnert haben, als ein Trojanisches Pferd den Kampf um die Mauern von Troja entschied. Aber ob diese Kriegslist auch in der Gegenwart von Erfolg gekrönt wird, ist zu bezweifeln.

Zumindest will unser Bundesinnenminister uns sg. Trojanische Pferde auf die Festplatte installieren lassen, die zum Zwecke der Terrorismusbekämpfung mehr oder minder sensible Daten ausspähen und dem BKA melden. Noch ist ein solches Vorgehen durch die Gesetzgebung nicht gedeckt und noch lässt man uns glauben, dass dies aus genau dem Grund bislang nicht geschieht. Aber: Herr Schäuble will sich die Rückendeckung der Justiz holen und seine Pläne dann legalisiert umsetzen.

Für alle Fälle hat der Antivirensoftwarehersteller Sophos schon einmal Standpunkt bezogen; "Wir werden auch staatliche Trojaner stoppen" kündigte Sophos-Chef von Kienlin an.

Ob sich alle Softwareentwickler der Branche so klar positionieren bleibt abzuwarten. Genau so, wie abzuwarten bleibt, ob sich die Justiz nicht doch noch der Politik beugt. Wer kann schon gegen die Bekämpfung des Terrorismus sein? Zur Erinnerung: Aus genau diesem Grund haben wir unlängst wieder angefangen zu Rauchen. Mit dem Bewusstsein, dass ein erheblicher Teil der Tabaksteuer eben auch der Terrorismusbekämpfung zugute kommt. Aber das ist jetzt schon wieder eine neue Geschichte...

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